Der Studienkopf von Friedrich Mosbrugger offenbart den Wandel der Portraits in der Kunstgeschichte. Seit der Antike dienen diese als Machtdemonstration, insbesondere von Herrschern. Mit der Renaissance und Künstlern wie Leonardo da Vici und Rembrandt werden Portraits als individuell und lebendig gesehen. Mosbrugger geht es nicht nur darum, das äußere Erscheinungsbild des Mädchens wiederzugeben, sondern vor allem ihre innere Stimmung anzudeuten. Die Persönlichkeit sowie emotionale Verfassung des Mädchens spiegelt er mithilfe der feinen Nuancen in Mimik und Gestik wider. Auch das Bürgertum legt vermehrt den Fokus auf Portraits. Gemälde würdiger Patriarchen schmücken Villen und Bürgerhäuser. Friedrich Mosbrugger sowie sein Vater Wendelin Mosbrugger schaffen Portraits die Repräsentieren und zugleich eine Intimität verbreiten.
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