Aktuelles

Konstanzer Kostbarkeiten: Die drei Söhne Krummacher

Hans Sauerbruch (1910–1996), 1952/53 57

Der Kinderarzt Dr. Gerhard Krummacher war im kalten Winter 1946/47 mit seiner Familie nach Konstanz gekommen. In der Zumsteinstraße 11 fand die Familie mit drei Söhnen ein geräumiges Zuhause, in dem auch die Kinderarztpraxis Platz hatte. Vater Krummacher, der Kinderarzt der Familie Bernadotte auf der Mainau war, wollte seine Frau Gisela mit einem Bildnis der drei Söhne zu Weihnachten überraschen. Als Mitglied des Kunstvereins war ihm der Künstler Hans Sauerbruch persönlich bekannt und so schickte er seine Söhne, unter größter Geheimhaltung, zu zahlreichen Sitzungen in Sauerbruchs Atelier in die Brauneggerstraße. Dank der frischen Kekse die die Frau des Künstlers den drei Brüdern zusteckte, ertrugen sie den aufwändigen Entstehungsprozess, der über mehrere Entwürfe und Kohlezeichnungen schließlich zum Ölgemälde führte.

Das Porträt zeigt links den jüngsten Bruder Michael, in der Mitte den ältesten Gerhard und rechts Christoph.

Sammlung Rosgartenmuseum

Feierliche Eröffnung des neuen Kunstdepots

Eine der Hauptaufgaben von Museen ist es, Kunst- und Kulturgüter zu sammeln, um sie für spätere Zeiten zu bewahren. Dazu braucht man Platz. Deshalb wurde 2015 der Bau eines neuen Kunstdepots vom Gemeinderat beschlossen und auf den Weg gebracht.

Nun ist der Neubau im Industriegebiet fertig und wurde am Samstag, den 6. April von Oberbürgermeister Uli Burchardt, Museumsdirektor Tobias Engelsing und Vorsitzender der Museumsgesellschaft Anselm Venedey, gemeinsam mit rund 150 Gästen feierlich seiner Bestimmung übergeben. Somit hat die Sammlung der Städtischen Museen das erste Mal seit 150 Jahren eine fachgerecht gebündelte Aufbewahrung unter einem Dach. Ein historischer Moment für die Konstanzer Museen.

Mit dem zweigeschossigen Bau ist künftig eine optimale Lagerung, Restaurierung und Konservierung der wertvollen Zeugnisse der Konstanzer Vergangenheit möglich. Auch die Forschung und der Leihverkehr erhalten mit dem Kunstdepot eine optimale Grundlage. Die 3,35 Millionen teure Investition der Stadt Konstanz bietet auf 800 qm dafür die geeignete Nutzfläche. Die Gesellschaft der Freunde des Rosgartenmuseums hat mit einer großzügigen Spende von 70.000 Euro die Gemäldezuganlage finanziert.  Wie Museumsdirektor Tobias Engelsing betont „kommen die Städtischen Museen Konstanz mit dem neuen Kunstdepot museumstechnisch endlich im 21. Jahrhundert an und unterstreichen die Bedeutung Konstanz als kulturelles Oberzentrum der Region“.

Broschüre Kunstdepot 2019

Konstanzer Kostbarkeiten: Kardinal Damian Hugo von Schönborn (1676–1743)

Unbekannter Künstler, um 1740

Nur drei Jahre lang amtierte Kardinal von Schönborn als Fürstbischof von Konstanz, dann starb er an den Folgen einer Malaria-Erkrankung. Begonnen hatte seine Karriere ganz weltlich: Nach Studium und Aufnahme in den Deutschorden, trat der gebürtige Mainzer in militärische und diplomatische Dienste am Wiener Hof ein. Auf 8

Betreiben des Kaisers Josef I. wurde er 1715 ins Kardinalskollegium berufen, erst anschließend empfing er die kirchlichen Weihen. Ab 1719 war von Schönborn Bischof von Speyer, dort realisierte er prachtvolle Barockbauten. Bereits 1722 berief das Konstanzer Domkapitel ihn zum Koadjutor des Bistums – das Amt des Bischofs trat er jedoch erst 18 Jahre später an. Von ihm angestoßene Reformen in Verwaltung und Priesterseminar machte das konservative Domkapitel nach seinem Tod wieder rückgängig. Das Verhältnis des Fürstbischofs zu seinem zweiten Bistum Konstanz blieb distanziert. Doch sein Baumeister, der berühmte Balthasar Neumann, hinterließ in seinem Auftrag Spuren am Bodensee: Die nach Plänen des „Star-Architekten“ gebaute prächtige Treppe im Neuen Schloss von Meersburg zeugt vom Repräsentationsbedürfnis der Konstanzer Fürstbischöfe.

Das barocke Amtsporträt zeigt von Schönborn mit Kardinalskappe auf dem lockigen Haar, den Blick fest auf den Betrachter gerichtet.

Sammlung Rosgartenmuseum

Kunstnacht Konstanz-Kreuzlingen 2019 – Programm im Rosgartenmuseum

Am Samstag, 30. März, findet von 18 bis 24 Uhr die Kunstnacht Konstanz-Kreuzlingen 2019 statt. Das Rosgartenmuseum ist ebenfalls dabei. Was euch erwartet? Viele spannende Dinge:

In einer exclusiven Kunstnacht-Ausstellung zeigen wir zauberhafte wie eindrucksvolle Ansichten des Bodensees aus den den Sammlungen der Städtischen Museen. Die Gäste werden eingeladen die künstlerischen Interpretationen zu erkunden. Im Aktionsraum darf jeder selbst kreativ tätig werden und zusätzlich die Werke aus dem Kunstclub! zu bestaunen.

Das Museumscafé verwandelt sich zur Kunstnacht in die „Rosgarten-Lounge“. Hier könnt ihr bei einem selbst kreierten Rosgarten-Cocktail entspannen und den weiteren Abend planen.

Wir freuen uns auf euren Besuch! Bleibt kreativ!

Kunstclub!: Wasser, Idylle, Bodensee – Wasser in der Kunst

„Wasser“ war das Thema beim zweiten Kunstclub!-Termin im Rosgartenmuseum. Die Kunstwissenschaftlerin Anna Katharina Thaler führte ins Thema ein, unter der Anleitung von Luise Merle wurden die Teilnehmenden dann selbst kreativ. Welche Werke dabei entstanden sind, können Sie am 30. März ab 18 Uhr bei der „Kunstnacht Konstanz-Kreuzlingen 2019“ bewundern. Und natürlich auch selbst kreativ werden.

Der nächste Kunstclub! am 10. Mai beschäftigt sich mit der abstrakten Kunst.

Konstanzer Kostbarkeiten: Seestück beim Hörnle von Richard Liebermann

Seestück beim Hörnle

Mit 12 Jahren wurde das Talent des taubstummen Richard Liebermann (1900–1966) entdeckt und er konnte die Münchner Kunstakademie besuchen. Den Schwerpunkt seines Schaffens bildeten Landschaftsgemälde, Stillleben aber auch Portraits. Mit der Machtergreifung der Nazis wurde sein künstlerisches Arbeiten unterbunden. 1935 zieht die Familie nach Konstanz, die Heimatstadt der Mutter. Nach der Sprengung der Konstanzer Synagoge 1938 wurde der Maler nach Dachau verschleppt. Im Winter kehrte Liebermann zurück, bis er 1940 nach Gurs deportiert wurde. 1943 flüchtete er von dort in das Kloster St. Rambert, wo er den Krieg überlebte.

Obwohl der Großteil seines Werks von den Nazis zerstört wurde, konnte Liebermann Fotografien einiger Arbeiten sichern, die er in einem Lederetui stets bei sich trug. Darunter findet sich eine schwarz-weiß Fotografie eines Ölbildes von 1930, das eine Ufer-Landschaft zeigt. Das Bild gilt als verschollen, doch befindet sich in der Sammlung des Rosgartenmuseums ein ganz ähnliches Gemälde Liebermanns. Das „Seestück am Hörnle“ von 1932 zeigt den Blick auf das mit Pappeln bewachsene Hörnle-Ufer bei niedrigem Wasserstand, im Hintergrund zeichnet sich das Schweizer Ufer ab. Diese und weitere zauberhafte Ansichten des Bodensees sind anlässlich der Kunstnacht am 30. März im „Kunstsalon“ des Rosgartenmuseums zu sehen.

Thema des Monats: Der japanisierende Farbholzschnitt als Kunstform des Jugendstils

Am Mittwoch, 13. März hieß es wieder einmal „Thema des Monats“ im Zunftsaal des Rosgartenmuseums. Der geschätzte Museumskollege und Direktor des Historischen und Völkerkunde-Museums St. Gallen, Dr. Daniel Studer, hielt nicht nur einen spannenden Vortrag zur Entwicklung der Kunstform des japaniserenden Farbholzschnitts und stellte die Künstler*innen vor, sondern hatte uns auch zauberhafte Originale der St. Galler Künstlerin Martha Cunz mitgebracht. Ein spannendes Erlebnis, die Druckstöcke und die zugehörigen Blätter zu sehen! Wir bedanken uns für den tollen Abend!

Hinter den Kulissen: Unser Depot nimmt Gestalt an

Nachdem kräftig gewerkelt und gebaut wurde, kilometerweise Kabel und Rohre verlegt wurden, können nur nach und nach unsere Schätze in ihr neues Zuhause umziehen! Unser Technischer Dienst und unsere Restauratorin packen ein, fahren Objekte ins neue Depot, packen wieder aus und räumen ein. Ein paar Impressionen gibt´s heute.

Konstanzer Kostbarkeiten: Karl Gottfried Laux (1879–1924)

Hans Breinlinger (1888–1963), 1912

Humorvoll, Vater dreier Töchter, talentierter Turner, Sänger und poetischer Dichter: Der Konstanzer Kreisamtmann Karl Laux war beliebt und geachtet. Als jüngstes von elf Kindern in Sinsheim geboren, gewann er bereits zu Schulzeiten Preise als Turner. Nach Konstanz kam Laux 1899 durch seine Stelle bei der Kreisverwaltung. Er prägte das Vereinsleben der Stadt, organisierte Turnfeste, schrieb Gedichte, die an Sängerabenden vorgetragen wurden und war aktives Mitglied der evangelischen Kirchengemeinde. Mit nur 44 Jahren starb Karl Laux 1924 an den Folgen eines Schlaganfalls. Das Porträt zeigt ihn noch vor seinem Einsatz an der Westfront im Ersten Weltkrieg.

Sammlung Rosgartenmuseum

Konstanzer Kostbarkeiten: Jacob Bührer (1828–1914)

Eduard Bäumer, 1919

Das Herz der internationalen Ziegelindustrie schlug zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Zeit lang in der Konstanzer Schottenstraße: Dort erfand Jacob Bührer einen neuartigen Brenn- und Trockenofen mit dem sich bei enormer Kohleersparnis die Produktionszahlen steigern ließen und zudem Personal gespart werden konnte. Die Bührer-Ziegelei-Anlagen wurden weltweit zum Verkaufsschlager: Im Jahr 1912 konnten knapp 2 Milliarden Ziegelsteine in 402 Trockenöfen produziert werden. Jacob Bührer war in der Nähe von Schaffhausen aufgewachsen und hatte bereits als Zehnjähriger in der Ziegelei seines Vaters den Umgang mit Ton und Brennöfen erlernt. Nach seiner Ingenieursausbildung war er kurzzeitig als Lehrer tätig gewesen, kehrte jedoch bald wieder in das angestammte Berufsfeld zurück und gründete ein eigenes Ingenieursbüro in Konstanz. Das Porträt, das den Bautechniker in ein Schriftstück vertieft zeigt, wurde erst fünf Jahre nach seinem Tod in Auftrag gegeben.

Sammlung Rosgartenmuseum

Thema des Monats Februar „Kapitän Franz Romer“

Gestern Abend hieß es im Rosgartenmuseum wieder „Thema des Monats“: Der Historiker Frank Martin sprach über den aus Dettingen stammenden „Atlantikbezwinger“ Franz Romer. Die Gäste im vollbesetzten Zunftsaal staunten über den Werdegang des technikaffinen Bodensee-Jungen und sein waghalsiges Abenteuer der Altlatiküberquerung im kleinen Faltboot.

Kunstclub! – „Monochrome Malerei“

Am Freitag, 1. Februar, kamen 15 Kreativköpfe im Rosgartenmuseum zum ersten Termin des Kunstclubs zusammen. Nach einer kurzen Einführung in das Thema „Monochrome Malerei“ wurden die Pinsel geschwungen. Und heraus kamen richtige Meisterwerke! In lockerer Atmosphäre wurde geplaudert, gelacht und gelobt und am Ende konnten alle mehrere tolle Malereien mitnehmen. Und zum Schluss wurde noch beschlossen, dass man sich im Kunstclub duzt, schließlich sind hier alle KünstlerInnen unter sich. Wir freuen uns auf den nächsten Termin.

Wenn man mit einem neuen Format startet, ist man ganz hibbelig, ob es auch angenommen wird. Deshalb sind wir immer noch ganz aus dem Häuschen, dass unser neues Format „Das Leben ist eine Leinwand – der Kunstclub!“ so großartig gestartet ist! Gleich beim ersten Termin ausverkauft zu sein, zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Vielen lieben Dank an alle Teilnehmenden, wir haben uns sehr gefreut, dass ihr da wart!

Was der Kunstclub ist und welche Termine noch folgen, könnt ihr hier nachlesen.

Konstanzer Kostbarkeiten: Maximilian Christoph von Rodt (1717–1800)


Unbekannter Künstler, Ende 18. Jh.

Als im Dezember 1775 ein neuer Fürstbischof gewählt wurde, geschah etwas für die Reichskirche ungewöhnliches: Der Bruder des eben verstorbenen Bischofs wurde gewählt. Maximilian Christoph von Rodt, war seit 1739 Domherr in Konstanz gewesen und hatte in Freiburg, Rom und Siena studiert. Ausschlaggebend für seine Wahl zum Bischof dürfte seine materielle Lage gewesen sein: Er war Alleinerbe seines sehr wohlhabenden Bruders Franz Konrad und damit der geeignete Kopf für das Bistum, dessen Schulden er teils tilgte. Vom modernen Geist der Aufklärung inspiriert ist das „Segensbuch“, das der neue Bischof 1781 herausgab. Das Handbuch schlägt neue Töne an: Höchst rationalistisch wird die natürliche Ursache von Krankheiten erklärt. Der Bischof bricht so mit dem Bild von der göttlichen Strafe. Auch sind es nicht Dämonen, sondern die schlechte Luft und verdorbenes Futter, die das Vieh krank machen. Bischof von Rodt starb 82-jährig, auf eigenen Wunsch wurde er nicht im Münster, sondern neben seinem Bruder in der Pfarrkirche von Meersburg beigesetzt.

Das Porträt zeigt den Fürstbischof im Hermelinumhang mit Beffchen. In der Hand ein rotes Büchlein, das als Hinweis auf das Segensbuch verstanden werden kann.

Sammlung Rosgartenmuseum

„Das Leben ist eine Leinwand“- Der Kunstclub!


Termine 2019

Einfach mal wieder kreativ sein? Mit Farbe und Pinsel neue Welten erfinden? Und nebenbei etwas über Kunstgeschichte und einzelne Techniken erfahren? Dann sind Sie bei uns genau richtig. Der „Kunstclub!“ ist eine Kooperation zwischen Rosgartenmuseum und der Kunstschule Konstanz und bietet an sechs Terminen eine Einführung in eine Kunsttechnik oder ein Thema an. Im Anschluss werden wir selbst kreativ und setzen dieses Thema oder diese Technik um. Vorkenntnisse sind nicht nötig, Neugier aber unbedingt!

Ort: Aktionsraum Rosgartenmuseum (2.OG)

20€/Person und Termin (inkl. Material)

Dauer: ca. 2 Stunden

Anmeldung erforderlich unter: ines.stadie@konstanz.de oder 07531/900-914

Termine:

01.Februar, 16 Uhr: „Monochrome Malerei“

15. März, 16 Uhr: „Wasser, Idylle, Bodensee – Wasser in der Kunst“

10. Mai, 16 Uhr: „Abstrakte Kunst“

05. Juli, 16 Uhr: „Aquarellmalerei“

13. September, 16 Uhr: „Zeichnen mit Kohle“

08. November, 16 Uhr: „Winter“

Die Flyer liegen an der Museumskasse und in der Kunstschule aus. Sie können sich den Flyer auch hier herunterladen.

Vögel füttern im Winter? Ein Informations – und Diskussionsabend mit Prof. Dr. Peter Berthold

Vor vollbesetztem Haus erzählte der bekannte Ornithologe Prof. Dr. Peter Berthold auf unterhaltsame Weise wie man richtig und artgerecht – das ganze Jahr über – die heimischen Vögel füttert. Ein genügend großes Futterhäuschen, gute Zutaten beim Meisenknödel und im Sommer fettreiches Futter, im Winter eher mal Körner – und schwupps, hat man große Freude an heimischen Singvögeln im eigenen Garten. Doch was tun, wenn die „Räuber“ wie Fuchs, Nachbar´s Katze oder die Krähe kommt? Des Professors launige Lösung: einen kleinen Zaun ums Futterhäuschen bauen, Solaranlage aufs Vogelhaus und schon kommt der Vogelfeind dank leichtem Stromschlag nicht mehr an die Vögel ran. Vielen lieben Dank, Herr Professor Berthold für den spannenden und impulsreichen Abend.

Konstanzer Kostbarkeiten: Abt Joseph Keller von Petershausen

Abt Joseph Keller von Petershausen (Amtszeit 1787–1802)

Unbekannter Künstler, Ende 18. Jh.

Als das Kloster Petershausen im Jahr 1802 säkularisiert wurde, lagen über 800 Jahre Geschichte hinter dieser bedeutenden Reichsabtei der Benediktiner. Ihr letzter Abt war Joseph Keller. In seiner Amtszeit war noch ein neues Ökonomiegebäude 12

fertiggestellt worden. Doch im Zuge der napoleonischen Übertragung von Klosterbesitz an weltliche Herrscher Süddeutschlands ging das Kloster in das Eigentum des badischen Herrscherhauses über. Zunächst bewohnten die Söhne des Großherzogs Karl Friedrich das Anwesen. Ab 1807 wurde es vom Großherzog selbst – wenn auch selten – genutzt. Ein Jahr später verstarb der letzte Abt des Klosters. Die prächtige romanische Klosterkirche wurde 1819 geschlossen und 1831 abgerissen.

Das Porträt zeigt Abt Keller im schwarzen Priestergewand als Halbfigur. Er trägt an einer goldenen Kette ein juwelengeschmücktes Kreuz, in den Händen hält er eine rot eingebundene Urkunde mit großem Siegel.

Sammlung Rosgartenmuseum

Das Bild ist noch bist 30. Dezember 2018 in der Sonderausstellung „Charakterköpfe“ zu sehen.

Schöne Weihnachten!

Wir wünschen unseren Besuchern schöne Weihnachtstage und ein gutes neues Jahr!

Konstanzer Kostbarkeiten: Rebekka Wieler, geb. Picard

Rebekka Wieler geb. Picard (1847–1928)

Richard Liebermann (1900–1966), 1934

Nachdem der liberale Staat Baden 1862 das sogenannte „Gleichstellungsgesetz“ erlassen hatte, das Juden die vollen Bürgerrechte gewährte, zogen zahlreiche jüdische Familien aus den ländlichen Gebieten des Hegaus und Untersees nach Konstanz. Rebekka Wieler und ihr Mann Pius Pinchas aus Randegg ließen sich 1873 in Konstanz nieder, wo Pius mit seinem Bruder Adolf an der Oberen Laube einen Großhandel für Garne, Woll- und Kurzwaren gründete. Rebekka hatte insgesamt elf Kinder, von denen drei in jungen Jahren starben. 33

Die Bleistiftzeichnung fertigte ihr Enkel, der seit 1935 in Konstanz lebende taubstumme Künstler Richard Liebermann, posthum an. Trotz Ausstellungsverbots arbeitete Liebermann bis zu seiner Deportation nach Gurs 1940 weiter. Er überlebte den Holocaust und starb 1966 in Frankreich. Die Porträtstudie ist eine Schenkung der Familie Wieler an das Rosgartenmuseum.

Sammlung Rosgartenmuseum

Die Zeichnung ist noch bis 30. Dezember 2018 in der Sonderausstellung „Charakterköpfe“ zu sehen.

Konstanzer Kostbarkeiten: Bildnis einer Mutter mit ihren beiden Kindern

Bildnis einer Mutter mit ihren beiden Kindern

Unbekannter Künstler, um 1800

In ein Kleid aus leichter Baumwolle gehüllt, hält die zart lächelnde Mutter ihre beiden Kinder auf dem Arm: Dieses ebenso ausdrucksstarke wie zurückhaltend private Porträt einer jungen Mutter stammt aus einer Konstanzer Familie. Nach bisherigen Recherchen könnte es dem württembergischen Maler Philipp Friedrich Hetsch (1758–1838) bzw. seinem Umfeld zuzurechnen sein. Dessen Werk war von der klassizistischen Malerei des französischen Hofmalers Jacques Louis David stark beeinflusst. Die Zuschreibung basiert auf Bildvergleichen, genauere Forschungen stehen noch aus.

Sammlung Rosgartenmuseum

Das Bild ist noch bis 30. Dezember 2018 in der Sonderausstellung „Charakterköpfe“ zu sehen.

Konstanzer Kostbarkeiten: Mathilde Baronin van Zuylen-Ammann

Mathilde Baronin van Zuylen-Ammann

Robert Weise (1870–1923), 1905

Der aus Stuttgart stammende, vom französischen Impressionismus beeinflusste Maler Robert Weise gehörte um 1900 zur kleinen Gottlieber Künstlerkolonie, die sich um die Mäzenin Mathilde van Zuylen gebildet hatte: Der Dichter Emanuel von Bodman mit seiner Frau Blanche de Fabrice, Hermann Hesse, Ludwig Finkh, der Kulturkritiker Wilhelm Schäfer und der Maler Emil Thoma bildeten im kleinen Thurgauer Dorf einen Sammlungspunkt der „anderen Moderne“. In dieser Zeit entstand das Bild der damals 63-jährigen Baronin. Ihre Schützlinge beschrieben sie als resolute, rauchende Frau von männlichem Auftreten, aber von „goldigem Charakter“.

Sammlung Rosgartenmuseum

Das Bild ist noch bis 30. Dezember 2018 in der Sonderausstellung „Charakterköpfe“ zu sehen.

Konstanzer Kostbarkeiten: Judas Thaddäus von Schach und seine Frau Josephine

Judas Thaddäus von Schach (1772‒1847) und Josephine geb. Hüetlin (1778‒1846)

Friedrich Mosbrugger (1804–1830), 1824

Judas Thaddäus von Schach wurde 1772 in Freiburg geboren, er war der älteste Sohn des vorderösterreichischen Regierungsrats Johann Thaddäus Schach, der wegen seiner Verdienste von Kaiser Joseph II. geadelt wurde. Nach dem Tod des Vaters erbte Judas Schloss Freudental oberhalb von Allensbach, das er fortan bewirtschaftete und 1804 an Johann Franz Freiherr von Bodman verkaufte. In den Kreisen der Konstanzer Justiz traf er auf seine zukünftigen Schwiegereltern: Ignaz Benedikt und Anna Maria Hüetlin. Er heiratete ihre zweite Tochter Josephine. Ihre Schwester Anna war die zweite Frau des Konstanzer Malers Wendelin Mosbrugger. Judas und Josephine sind außerdem mit Karl Hüetlin verwandt: Sie sind Onkel und Tante des 1832 gewählten Konstanzer Bürgermeisters.

Sammlung Rosgartenmuseum

Das Bild ist noch bis 30. Dezember 2018 in der Sonderausstellung „Charakterköpfe“ zu sehen.

Konstanzer Kostbarkeiten: Äbtissin Gertrud von Münsterlingen

Äbtissin Gertrud von Münsterlingen (geb. 1713)

Matthias Reiser, 1762

Maria Anna Gertrudis Hofner wurde 1713 in Konstanz geboren, ihr Ordensgelübde als Benediktinerin legte sie 1737 ab. Einige Jahre später wurde sie zur Äbtissin des Benediktinerinnenklosters Münsterlingen gewählt. Das Kloster – heute befindet sich dort das Kantonsspital – bestand von 1549 bis 1848, bis zur Auflösung bestimmten 13 Oberinnen seine Geschicke. Äbtissin Gertrud war von 1750 bis 1775 im Amt. Neben Matthias Reiser porträtierte auch der Konstanzer Maler Franz Ludwig Hermann die Klerikerin. Dieses Porträt befindet sich heute im The Bowes Museum im Nordosten Englands.

Das Bildnis zeigt die Äbtissin in Ordenstracht, in den Händen hält sie den Krummstab und ein aufgeschlagenes Buch. Der lateinische Text enthält den Beginn der Benediktsregel und bezieht sich zudem auf die heilige Gertrud von Helfta, die Namenspatronin der Äbtissin. Ihren Rang unterstreichen das juwelenbesetzte Kreuz und der Ring an ihrer rot behandschuhten Rechten. Sowohl der Text im Buch als auch die Inschrift und das Wappen im Bild geben Auskunft über ihre Identität.

Sammlung Rosgartenmuseum

Das Bild ist noch bis 30. Dezember 2018 in der Sonderausstellung „Charakterköpfe“ zu sehen.

Weihnachtsparadies im Museumsshop

Ho Ho Ho! Auch bei uns im Museum weihnachtet es schon sehr und unsere fleißigen Weihnachtselfen haben alle Arbeit geleistet und den Museumsshop in ein Weihnachtsparadies verwandelt! Wir haben die perfekten Geschenke für Klein und Groß und auch an Dekoartikeln mangelt es nicht!

Kommen Sie uns besuchen, lassen Sie sich verzaubern und genießen Sie die wunderschöne Vorweihnachtszeit bei uns und mit uns im Rosgartenmuseum.

Blick hinter die Kulissen – Wir durften beim Theater Konstanz vorbeigucken

Wie kommt man eigentlich auf die Bühne? Wo werden die SchauspielerInnen geschminkt und wo wird geprobt? All diese Fragen und noch viele mehr beantwortete Mario Böhler, der Leiter des Marketing und der Kommunikation im Theater Konstanz, bei seiner Führung für die MitarbeiterInnen des Rosgartenmuseums. Wir durften einen Blick hinter die Kulissen werfen und viele spannende Dinge über den Ablauf der Theaterarbeit erfahren. Vielen lieben Dank für diesen Einblick! Wir freuen uns auf den Gegenbesuch.

Wenn Sie die Chance auf eine Theaterführung haben, nutzen Sie sie. Es ist wirklich sehr interessant!

„Blick, Klick und schönes Foto!“ – Der Fotografie-Workshop für Kinder ab 8 Jahren im Rosgartenmuseum

16 neugierige Fotografinnen und Fotografen im Alter von 8-12 Jahren begaben sich am Samstag, 27. Oktober, auf die Suche nach den besten Motiven im Rosgartenmuseum. Mit Unterstützung des Fotografen Chris Danneffel entstanden so kleine Kunstwerke und es konnten Fragen zur Fotografie im Direktgespräch geklärt werden. Vielen Dank für eure Kreativität!

Auf den Spuren Winterhalters – Fahrt der Museumsfreunde in „Le Petit Salon“ nach Menzenschwand

Bei schönstem Wetter machte sich eine kleine Gruppe der Museumsfreunde auf den Weg in den Schwarzwald. Im idyllischen Ort Menzenschwand wurden wir von Frau Kaiser und ihrem Team aus dem „Le petiti Salon“ (=Winterhalter-Museum) herzlich begrüßt. Nach einem Sektempfang berichtete die Vereinsvorsitzende Elisabeth Kaiser lebhaft und begeisternd vom Leben der Maler-Brüder Winterhalter, die ausgehend vom kleinen Dorf Menzenschwand die Welt eroberten. Nicht Franz Xaver Winterhalter musste als Bittsteller von Hof zu Hof ziehen, sondern die gekrönten Häupter Europas ließen sich auf eine Warteliste setzen und warteten brav bis sie an der Reihe waren gemalt zu werden. Mit Unterstützung seines Bruders Hermann konnten so alle Porträtwilligen auf Leinwand gebannt werden. Frau Kaisers Wunsch, dass ihre Arbeit erst getan sei, wenn die Begriffe „Menzenschwand“ und „Winterhalter“ in einem Atemzug genannt werden und jeder in der Welt mit dem Namen des Porträtisten auch den Schwarzwaldort verbinden, hat bei uns zumindest schon gewirkt. Wir werden nicht vergessen, dass Winterhalter aus Menzenschwand stammt.

Abgerundet wurde der Tag mit einer Schwarzwälder Vesperplatte im Restaurant Waldeck in Menzenschwand, bevor wir uns wieder auf den Rückweg machten. Vielen lieben Dank an alle Teilnehmer. Wir hoffen, Sie hatten einen spannenden und erlebnisreichen Tag.

Wer einen echten Winterhalter sehen möchte, kann ihn noch bis 30. Dezember 2018 in der Sonderausstellung „Charakterköpfe“ mit einer Zeichnung entdecken.

Dürfen wir vorstellen!

Katharina Schlude hat seit Anfang Oktober die Leitung der Kommunikation der Städtischen Museen übernommen. Alle Presse- und Öffentlichkeitsarbeiten laufen nun über ihren Schreibtisch.

Wir freuen uns über die neue Kollegin und heißen sie im Museumsteam herzlich willkommen!

Öffnungszeiten Museumscafé

Ab November wird das Museumscafé im Rosgartenmuseum sonntags von 12 Uhr bis 16.30 Uhr geöffnet sein.

Dienstag bis Freitag ist das Café von 10 Uhr bis 17.30 Uhr und samstags von 10 Uhr bis 16.30 Uhr geöffnet.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

An die Bleistifte, fertig, los! – Der Workshop „Zeichnen“ im Rosgartenmuseum

Einfach mal den Bleistift schwingen. Der Kreativität freien Lauf lassen. Ohne Vorkenntnisse sich selbst mal im Zeichnen ausprobieren. Ohne Druck. Die Gelegenheit bei einem Workshop „Zeichnen“ sich selbst mal zu testen, nahmen am Samstag 12 Erwachsene wahr und haben beeindruckende Ergebnisse geschaffen. Einige waren im Vorfeld zögerlich, weil sie noch nie gezeichnet hatten. Doch die Unsicherheiten verflogen schnell, als nach einer Kurzführung durch die Ausstellung „Charakterköpfe“ unter Anleitung der Kunsthistorikerin und Künstlerin Julia Schulz Porträts gezeichnet wurden. Direkt in der Ausstellung konnten so die Künstlerinnen und Künstler ihr Porträt aussuchen und vor dem Original zeichnen.

Vielen lieben Dank für die Kreativität und dass Sie dabei waren! Die Ergebnisse sind großartig geworden!

Herbstbasteln beim Verkaufsoffenen Sonntag am 14. Oktober 2018

Während am Verkaufsoffenen Sonntag (14. Oktober 2018) in Konstanz fleißig geshoppt wurde, kamen im Rosgartenmuseum kreative Köpfe zum Herbstbasteln zusammen. Gemeinsam mit Daniela und Rebecca wurden konzentriert Bügelperlen zu herbstlichen Bildern gesteckt und aus Pfeifenputzern Apfeldeko gebogen. Schön, dass ihr da wart!

Im Dezember gibt´s dann wieder die Möglichkeit für ein Adventsbasteln bei uns im Haus.

Vielen Dank Frau Benkö!

Nach 30 Jahren bei den Städtischen Museen ist Ursula Benkö zum 1. Oktober in den wohlverdienten Ruhestand gegangen. Wir sagen ganz herzlich Dankeschön für all die langen Jahre und wünschen für den neuen Lebensabschnitt alles Gute!

Scherenschnitt-Workshop für Kinder

Am 22. September fand im Rahmen unserer Sonderausstellung der erste Scherenschnitt-Workshop statt. Nach einem kurzen Rundgang durch die Ausstellung „Charakterköpfe“ machten sich zahlreiche junge Künstlerinnen und Künstler ans Werk: in Teamarbeit wurde nicht nur die eigene Silhouette aufs Papier gebracht. Auch bei der Herstellung filigraner Fabelwesen und bunter Sterne bewiesen die Kinder viel Ausdauer und ein ruhiges Händchen.

Wir sind begeistert und freuen uns, dass ihr da wart!

Dauerausstellung zu Konstanz in der NS-Zeit geschlossen

Aufgrund von Sanierungsarbeiten am Glasdach bleibt die Abteilung der Dauerausstellung zum Thema „Konstanz in der NS-Zeit“ (Sommer ’39) vom 25. bis 30. September 2018 geschlossen.

Wir danken für Ihr Verständnis!

MusPäd-Team im Einsatz!

Auch das MusPäd-Team des Rosgartenmuseums war gestern aktiv beim Kinderfest im Stadtgarten!
Mit rund 300 Kindern wurden seetüchtige Boote und kunderbunte Rosen gebastelt!
Ein großes Dankeschön an unsere vielen fleißigen und kreativen Bastler! Wir freuen uns schon aufs Kinderfest im nächsten Jahr!

Wir sind dabei! Kinderfest im Stadtgarten am 8. September

Jedes Jahr lockt das Kinderfest viele Kinder und ihre Familienmitglieder in den Stadtgarten. Am letzten Samstag bevor nach den langen Ferien wieder die Schule los geht, wird nochmal gefeiert. Und dieses Jahr sind auch wir mit dabei! Ihr findet uns an Stand 49. Bei uns könnt ihr mit Unterstützung von Daniela, Judith, Nese und Ines Rosen aus Krepppapier basteln, ein Floß aus Korken herstellen (ob es wohl den Wellen des Bodensees standhält?) und Fingerabdruckbilder machen. Kommt vorbei! Wir freuen uns auf euch!

Schätze aus der Sammlung: Familie Mosbrugger

Familie Mosbrugger

Wendelin Mosbrugger (1760–1849), um 1802/03

Der aus Vorarlberg stammende Wendelin Mosbrugger war Sohn von Müllersleuten. Viele Familienmitglieder waren jedoch als Stuckateure, Bildhauer und Maler bekannt. Über Bregenz kam er nach Konstanz, wo er eine Lehre zum Flachmaler machte und sich zunächst der Dekorationsmalerei widmete. Nach Jahren der Wanderschaft ließ er sich 1794 wieder in Konstanz nieder. Aus zwei Ehen hatte er sechs Kinder, von denen die Söhne Friedrich und Josef ebenfalls Kunstmaler wurden. Wendelins Stärke war die Porträt- und Miniaturmalerei. Er arbeitete für das regionale Bürgertum und erhielt Aufträge des württembergischen Königs. 1849 verstarb er hochbetagt in Aarau/CH, wo er die letzten Lebensjahre bei seinem ältesten Sohn Leopold, einem Mathematiker, verbracht hatte. Die überaus qualitätsvolle Darstellung zeigt den Künstler Wendelin Mosbrugger vor seiner Staffelei sitzend. Umrahmt wird er von zahlreichen Angehörigen. Im Hintergrund erscheinen verstorbene Familienmitglieder auf Porträts.

Sammlung Rosgartenmuseum

Zurzeit in der Sonderausstellung „Charakterköpfe – Bodenseegeschichte in Porträts, Miniaturen und frühen Fotografien“ im Rosgartenmuseum zu sehen.

Spielerisch die „Charakterköpfe“ entdecken

Habt ihr schon gewusst, dass es für die Sonderausstellung „Charakterköpfe“ einen Rundlauf gibt mit dem ihr spielerisch die Ausstellung entdecken könnt? Für Kinder ab 8 Jahren liegt der Fragebogen an der Kasse aus. Einfach nachfragen, die Ausstellung entdecken und mit Glück könnt ihr sogar etwas gewinnen. Unter allen Einsendern verlosen wir am Ende der Ausstellung eine Kleinigkeit. Ihr könnt noch nicht lesen? Das macht nichts. Dann versucht doch mal unser Quartett. Mithilfe eines Erwachsenen könnt ihr das vierte Bild suchen, das auf dem Quartett nur teilweise zu sehen ist. Entdeckt ihr alles? Eure Eltern oder Großeltern können euch mit den Texten in der Ausstellung dann erzählen, wen ihr alles gefunden habt. Auch das Quartett gibt es an der Museumskasse. Am Ende des Rundgangs einfach wieder abgeben.

Viel Spaß beim Entdecken der Ausstellung!

Kreatives Rahmenprogramm zur Sonderausstellung „Charakterköpfe“

Im Rahmenprogramm zu unserer Sonderausstellung „Charakterköpfe“ gibt´s viel Spannendes zu erfahren und auch viele Möglichkeiten selbst kreativ zu werden.

Habt ihr schon mal über die Frisuren eurer Eltern auf alten Fotos gelacht? Hängt ein Bild der Uroma bei euch im Flur? Wer ist wohl auf den Gemälden im Museum zu sehen? Und welche Geschichten verstecken sich dahinter? All das erfahrt ihr in den Familienführungen „Familien und Porträts“ für Groß und Klein (jeweils ca. 45 Min):

Mittwoch, 15. August um 15 Uhr

Sonntag, 30. September um 15.30 Uhr

Samstag, 17. November um 11 Uhr

Treffpunkt: Kasse Rosgartenmuseum; 7€/Familienkarte

Wer selbst kreativ werden will, besucht einen unserer Workshops:

Mittwoch, 22. August von 15-17 Uhr: „Zeichenworkshop für Kinder“ (ab 8 Jahren); 10€/Kind

Samstag, 22. September um 14.30-16.30 Uhr: „Scherenschnittworkshop für Kinder“ (ab 8 Jahren); 15€/Kind

Samstag, 27. Oktober von 14-16 Uhr: „Fotografieworkshop für Kinder“ (ab 8 Jahren); 15€/Kind

Sonntag, 23. September von 14-16 Uhr: „Fotografieworkshop für Erwachsene“; 20/Person

Samstag, 20. Oktober von 14.30-16.30 Uhr: „Zeichenworkshop für Erwachsene“; 15€/ Person

Samstag, 8. Dezember von 10-12 Uhr: „Scherenschnittworkshop für Erwachsene“; 15€/Person

Treffpunkt jeweils: Kasse Rosgartenmuseum; Kurzführung durch die Ausstellung, anschließend Kreativzeit unter Anleitung von Experten. Bei den Fotografieworkshops bitte Kamera oder Handy mitbringen. Vorkenntnisse sind nicht nötig.

Anmeldung und Information unter: ines.Stadie@konstanz.de oder 07531/900-914

Ihr habt schon ganz viele Fotos gemacht (eventuell bei unserem Fotoworkshop?) und wisst nicht wo ihr sie aufbewahren sollt? Dann kommt doch zu unserem Workshop „Fotoalbum basteln“. Dort basteln wir aus Graupappe, Stoff und vielem mehr ein eigenes Fotoalbum, in das ihr eure Schätze kleben könnt.

Offenes Atelier zum „Fotoalbum basteln“ am Samstag, 10. November von 14-16 Uhr, ab 10 Jahren; 15€/Kind, 20€/Erwachsener; Anmeldung und Information:  ines.Stadie@konstanz.de oder 07531/900-914

Museumsfest 2018

Bei schönstem Sonnenschein fanden über den Tag verteilt wieder viele Menschen den Weg ins  Rosgartenmuseum, um bei kulinarischen und kulturellen Genüssen fröhlich beisammen zu sein oder auf dem Flohmarkt das eine oder andere Schnäppchen zu ergattern. Vielen Dank für den Besuch!

Schätze aus der Sammlung: Die Familie Hüetlin beim Kartenspiel (Wendelin Mosbrugger)

Die Familie Hüetlin beim Kartenspiel

Wendelin Mosbrugger (1760–1849), um 1805

Zu Beginn des19. Jahrhunderts begeisterte sich das Bürgertum für Gesellschaftsspiele. Das Kartenspiel galt als schicklicher Zeitvertreib, denn um zu gewinnen, war nicht nur Glück, sondern Strategie erforderlich. Dies zeigt sich hier in der geselligen Runde der Konstanzer Familie Hüetlin, die sich bei einer Partie Tarock, dem sogenannten Spiel der Trümpfe, vergnügt. Beim Tarockspiel kommt zu den sonst üblichen Bilder- und Zahlenkarten eine Trumpfreihe von 22 Tarockkarten hinzu. Die Trumpfkarten wurden künstlerisch gestaltet. Mit dem seit der Jahrhundertmitte aufkommenden Fremdenverkehr fanden Spielkarten mit Ansichten vom Bodensee reißenden Absatz als „Souvenir“.

Sammlung Rosgartenmuseum, zurzeit in der Sonderausstellung „Charakterköpfe – Bodenseegeschichte in Porträts, Miniaturen und frühen Fotografien“ zu sehen.

Wir sind mit dabei! – Abschlussfest des Konziljubiläums am 22. Juli im Stadtgarten

Wir nehmen Fahrt auf! Am Sonntag, 22. Juli, findet das Abschlussfest der Konzilstadt Konstanz: 600 Jahre Konstanzer Konzil 2014 bis 2018 statt (wo ist die Zeit nur hingeflohgen? Wir haben doch gerade erst eröffnet) und wir sind auch dabei! Das Team der Museumspädagogik vom Rosgartenmuseum bietet im Stadtgarten die Möglichkeit Lädinen zu bauen und sich königlich mit einer selbstgebastelten Krone zu schmücken. Für Familien mit Kindern ab 3 Jahren. Materialkosten 1€. Kommt vorbei, wir freuen uns auf euch!

Juchu! Bald ist Museumsfest!

Am 14. Juli findet von 11.30 – 17 Uhr das Konstanzer Museumsfest statt. Den ganzen Tag gibt´s freien Eintritt in die Museen, zu den Sonderausstellungen und zu den Führungen. Auf zwei Flohmärkten (im Rosgartenmuseum und in der Wessenberg-Galerie) könnt ihr nach Kostbarkeiten stöbern, im Innenhof des Rosgartenmuseums sorgen die Konzil-Köche für das leibliche Wohl und in allen vier Museen gibt´s ein vielfältiges Programm. Im Aktionsraum des Rosgartenmuseums ist von 13-16 Uhr das Atelier für große und kleine Kreativköpfe geöffnet, lasst euch überraschen, was in der „Kunstschatulle“ angeboten wird. Den Flyer mit allen Infos findet ihr hier. Alle Termine fürs Rosgartenmuseum gibt´s in unserem Veranstaltungskalender.

Das Kulturzentrum am Münster feiert außerdem noch 20-jähriges Bestehen. Vorbeischauen in allen Kultureinrichtungen lohnt sich also! Wir freuen uns auf viele gutgelaunte Besucher.

Die Sonderausstellung „Charakterköpfe“ mit einem Rundlauf entdecken!

Hallo liebe Kinder,

habt ihr schon gewusst, dass es an der Kasse des Rosgartenmuseums einen Rundlauf mit vielen spannenden Fragen zur Sonderausstellung „Charakterköpfe“ gibt? Wenn ihr schon lesen könnt, könnt ihr mit mir durch den Ausstellungsraum gehen und die Charakterköpfe entdecken. Manche sehen ja echt ulkig aus. Und wenn ihr alle Fragen beantwortet habt, dann könnt ihr den Zettel an der Kasse abgeben. Unter allen abgegebenen Rundläufen wird am Ende der Ausstellung was verlost. Vielleicht habt ihr ja Glück! Ich drück euch die Daumen und freue mich auf euch.

Euer Ludwig

Thema des Monats Juli: „Miniaturen – Kleine Schätze der Portraitkunst“ (Christina Egli)

Vor ausgewähltem Publikum gab Christina Egli, Leiterin Wissenschaft/Forschung/Sammlungen im Napoleonmuseum Thurgau, spannende Einblicke in die Miniaturmalerei. Den Farbstoff „Minium“ verwendete man für die Buchmalerei und so übertrug sich Minium auf den Miniator (Buchmalereikünstler). Nach dem Ende der Buchmalerei durch den Buchdruck wandten sich die Maler der kleinformatigen Malerei zu und schufen auf Pergament, Elfenbein und Karton zauberhafte Werke. Ob Knöpfe, Medaillons oder Bonbonieren, noch heute erzählen uns die Malereien von den Dargestellten, ihren Leben und ihrer Zeit. Doch auch wenn die meisten Miniaturen Porträts zeigen, haben sich auch welche mit Ballonfahrten, Ansichten von Schlössern und kompletten Inneneinrichtungen als Hintergrund für Personen erhalten.

Vernissage der Sonderausstellung „Charakterköpfe“

Mit ca. 300 Gästen haben wir am Mittwoch, 27. Juni, die Sonderausstellung „Charakterköpfe – Bodenseegeschichten in Poträts, Miniaturen und frühen Fotografien“ eröffnet. Im Kinosaal 5 des Cinestar Kinos fand die feierliche Eröffnung statt. Anschließend bat das Rosgartenmuseum seine Gäste zu einem kleinen Empfang in den Innenhof des Museums. Musikalisch untermalt wurde die Feier vom Quartett „Xolo Quartett“.

„Charakterköpfe“ – Pressevorschau

Der Museumsdirektor Dr. Tobias Engelsing und die Kuratorin Dr. Lisa Foege präsentierten den Journalistinnen und Journalisten bei der gestrigen Pressevorschau die Sonderausstellung „Charakterköpfe“. Heute Abend findet die Vernissage statt, ab morgen, 28. Juni, ist die Ausstellung dann für alle zugänglich. Das umfangreiche und kreative Rahmenprogramm für Groß und Klein entnehmen Sie unserem Flyer, unserer Homepage und der Tagespresse. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an uns.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

„Charakterköpfe on Tour“

Der Kunsttransporter der Städtischen Museen trägt nun auch den Hinweis auf die diesjährige Sonderausstellung „Charakterköpfe – Bodenseegeschichte in Porträts, Miniaturen und frühen Fotografien“, die ab 28. Juni im Rosgartenmuseum zu sehen ist.

Wir danken Ekkehard Greis, WerbeGreis für die wunderbare Kooperation!

Hallo, mein Name ist Ludwig

Hallo, mein Name ist Ludwig. Darf ich mich kurz vorstellen? Ich heiße Ludwig und bin ein Drache, aber das habt ihr natürlich schon längst erkannt. Ich wohne im Rosgartenmuseum. Vor vielen Jahren hat Ludwig Leiner, der Museumsgründer, ein Drachenei geschenkt bekommen. Und aus dem bin ich gehüpft. Herr Leiner hat mich aufgezogen und mir viele Dinge beigebracht. Weil ich aber fürchterlich neugierig bin, möchte ich immer noch mehr wissen. Gehst du mit mir auf Entdeckungstour im Museum? Mich findest du in der nächsten Sonderausstellung „Charakterköpfe“ auf dem Rundlauf-Bogen, mit dem Kinder, die schon lesen können, durch die Ausstellung gehen können. So können wir gemeinsam die spannenden Geschichten hinter den Bildern aufdecken. Auch auf dem Quartett-Rundgang durch die „Charakterköpfe“ bin ich drauf. Der Quartett-Rundgang ist für Kinder, die noch nicht lesen können. Sie können die Bilder suchen und ihre Eltern können ihnen dann mit Hilfe der aushängenden Texte erzählen, wer auf dem Bild zu sehen ist.

Bald werde ich mich auch bei Führungen im Rosgartenmuseum zeigen. Seid gespannt und bleibt neugierig!

Jahreshauptversammlung der Museumsgesellschaft 2018

Am Mittwoch, 9. Mai 2018, fand im Zunftsaal die diesjährige Jahreshauptversammlung statt. Nach einer Gedenkminute für die verstorbenen Mitglieder berichtete Präsident Venedey über die Schwerpunkte und Entwicklungen der letzten Jahre (seit 10 Jahren steht er des Museumsgesellschaft als Präsident vor). Er verwies auf die erfreuliche Mitgliederentwicklung (inzwischen über 500 Mitglieder). Im Anschluss informierte der Direktor der Städtischen Museen, Dr. Engelsing, über den Reformprozess, den die Museen in den letzten 10 Jahren durchlaufen haben und gibt einen Ausblick auf die kommenden 10 Jahre. Der Stand des Depotneubaus und die ersten Planungen zum 150. Geburtstags des Rosgartenmuseums waren ebenfalls Themen seiner Rede.

Sowohl beim Kassenbericht als auch beim Kassenprüfbericht gab es keine Beanstandungen, sodass der Vorstand entlastet werden konnte. Die Kassenprüfer haben sich dankenswerterweise erneut bereit erklärt, das Amt zu übernehmen.

Das Angebotsprogramm für die Museumsgesellschaft umfasst wieder drei exklusive Führungen in der Sonderausstellung „Charakterköpfe“, sowie Halbtagesfahrten zu attraktiven Orten. Die Termine werden den Mitgliedern in gesonderten schriftlichen Einladungen mitgeteilt. Die weiteren Termine zum Rahmenprogramm der „Charakterköpfe“ können Sie den Flyern sowie unserem Newsletter und der Homepage entnehmen.

Vorstandsmitglied Dr. Konrad Deufel stellt ein mäzenatisches Projekt vor, das er in Hildesheim als Oberstadtdirektor dort erfolgreich durchgeführt hatte: „Schätze in Gefahr“. So konnten Sanierungspaten für den Hildeseheimer Domschatz gefunden werden. Die Idee ein ähnliches Projekt zum 150. Geburtstag durchzuführen, stieß auf gute Resonanz, sodass das Rosgartenmuseum eine Liste geeigneter Objekte zusammenstellen wird.

Das ausführliche Protokoll geht den Mitgliedern der Museumsgesellschaft demnächst postalisch zu.

Schon entdeckt? Ueli weist auf das Rosgartenmuseum hin

Haben Sie beim Schlendern durch die Rosgartenstraße schon unser neues Plakat entdeckt? Von beiden Seiten gut zu sehen und hinterlegt von unserem charakteristischen Rot weist Ueli aufs Rosgartenmuseum und unser gemütliches Museumscafé hin. Sie können auch ein kleines Suchspiel machen: Finden Sie Ueli im alten Zunfthaus des Rosgartens? Kommen Sie uns besuchen!

Internationaler Museumstag: Kleine Künstlerinnen und Künstler am Werk

Am 13. Mai war Internationaler Museumstag unter dem Motto „Neue Wege, neue Besucher“. Als Vorschau auf die kommende Sonderausstellung „Charakterköpfe“ (28.6.-30.12.2018 im Rosgartenmuseum) haben wir für zwei Stunden das Atelier geöffnet und junge Künstlerinnen und Künstler eingeladen kreativ zu werden. Die teilnehmenden Kinder waren zwischen 10 Monaten und 11 Jahren alt und haben wunderbar kreative Fingerabdruckbilder entworfen. Das Motto des offenen Ateliers im Aktionsraum lautete „Dino, Elch und Blüte – Fingerabdruckbilder für Groß und Klein“.
Vielen Dank, dass ihr dabei wart!

Tag der kulturellen Bildung: Wir erkunden das Museum!

Im April fand auf Initiative des Kulturamts und der Kulturagenten der Tag der kulturellen Bildung in Konstanz statt. Ziel war es die kulturelle Landschaft (sperriger Begriff) vorzustellen und die Schulen und Kultureinrichtungen zu vernetzen. Welche Möglichkeiten zur Zusammenarbeit gibt es? Wo könnte man sie ausbauen? Wo könnte man neue Projekte in Angriff nehmen? Der Morgen stand dabei ganz im Zeichen der Entdeckungsreise in die Kultureinrichtungen der Stadt. Kulturamt, Philharmonie, Junges Theater, Stadtbücherei und natürlich auch das Rosgartenmuseum waren Stationen. Gemeinsam mit Kulturagenten entdeckten die Schülerinnen und Schüler dabei jeweils eine Kultureinrichtung.

Fürs Rosgartenmuseum interessierten sich neun Grundschülerinnen und Grundschüler aus der Gemeinschaftsschule und der Haidelmoosschule, die jeweils von einer Lehrerin und einem Lehrer begleitet wurden. Nach einer kleinen Orientierungsrunde im Museum hatten alle 20 Minuten Zeit und gingen selbstständig durch die Räume. Dabei konnte jeder seine Lieblingsobjekte entdecken und auf einer Overhead-Folie zeichnerisch festhalten. Im Anschluss diskutierten wir über die Auswahl der Objekte: die spannendsten waren das Stadtmodell, die „Meisterschale“ aus dem Guldinastzimmer und die Büste des Museumsgründers Ludwig Leiner.

Für die Erwachsenen gab es am Mittag noch ein bisschen Theorie sowie die Vorstellung der morgendlichen Runden.  Spannende Diskussionen (z.B. soll Kultur ein Schulfach werden? Wie geht´s weiter mit der Zusammenarbeit?)  und die Möglichkeit fürs Netzwerken rundeten den Tag ab.

Liebe Schülerinnen und Schüler, vielen Dank für euer Interesse und eure Neugier und vielen Dank, dass ihr uns ganz neue Einblicke in unsere eigene Sammlung gegeben habt. Wir hoffen, ihr kommt bald wieder!

Die Religion der Pfahlbauer

Am gestrigen Mittwoch fesselte Dr. Martin Wassmann die Zuhörer im Zunftsaal mit seinen Ausführungen zur Religion der Pfahlbauer. Er sprach vom Paradies, den Ur-Ahninnen und spannenden Riten, bei denen umwickelte weiße Steine vergraben wurden. Resümee: Schaut man genauer hin, finden sich viele Spuren der Pfahlbauer in unserer Lebenswelt. Wir danken Herrn Wassmann für seinen tollen Vortrag im Rahmen unserer Vortragsreihe „Thema des Monats“!

Sie ist wieder da!

Nach vier Jahren Aufenthalt im Restaurierungsatelier ist Marie Ellenrieders Gemälde „Maria mit dem Jesuskind im Rosenbogen“ nun zurück in Konstanz. Das großformatige Altarbild, das 1835 für den Großherzog von Baden entstand, hat seinen neuen dauerhaften Platz im Rosgartenmuseum gefunden und ist im Bildersaal zu sehen. Das Werk wurde von der Städtischen Wessenberg-Galerie mit Mitteln der Baden-Württemberg-Stiftung erworben. In nazarenischer Manier verarbeitete Marie Ellenrieder den bleibenden Eindruck von Raffaels „Sixtinischer Madonna“, die sie 1832 in Dresden gesehen hatte.

Reformprozess der Museen erfolgreich – Museumschef Engelsing legt dem Kulturausschuss seine Zehnjahresbilanz vor

Als Tobias Engelsing 2007 sein Amt als Direktor der vier Städtischen Museen antrat, hatten die Häuser eine längere Phase der Leitungsvakanz und der Bausanierung hinter sich. Es galt, die Museen mit ihren wertvollen Sammlungen zu öffnen, die inneren Abläufe zu modernisieren und mit attraktiven Angeboten an die Öffentlichkeit zu treten. Nun hat der Museumschef dem Kulturausschuss eine umfassende Bilanz seines ersten „Reform-Jahrzehnts“ vorgelegt.

In der Reformdekade wurden das gesamte Auftreten der Häuser, die Ausstellungskonzepte und Betriebskonzepte, das Sammlungsmanagement, das Fundraising, die Medienarbeit und die Vernetzung in Stadt und Region grundlegend verändert, erweitert und erneuert: So haben die Museen unter dem Motto Türen öffnen!“ das Dauer- und Sonderausstellungskonzept neu aufgestellt, mit dem Ziel breitere Bevölkerungs- und Gästegruppen anzusprechen und wieder vorzeigbare Besucherzahlen zu erzielen. Inzwischen besuchen jährlich rund 80 000 Gäste die Häuser. Zählt man die gemeinsam auftretenden Häuser Sealife und Bodensee-Naturmuseum hinzu, waren es 2017 zusammen sogar 228 000 Besucher.

Heute erzielen die Museen durch Eintritte und Shops gute Einnahmen, sie sind attraktive Kultur-Leuchttürme der Bodenseeregion. Sie stiften mit ihren Ausstellungen, Publikationen und Veranstaltungen Einheimischen und Zugezogenen Identität, bringen auswärtigen Gästen Geschichte, Kunst und Kultur der Bodenseeregion näher und schärfen das Bewusstsein für historische und kulturelle Entwicklungslinien aus der Geschichte zur Gegenwart. Im Kulturzentrum hat das Rosgartenmuseum einen 400 Quadratmeter großen zusätzlichen Ausstellungssaal dazu gewonnen, der seither Schauplatz von großen Sonderausstellungen ist. Besonderer Anziehungspunkt ist das neue Museumscafé im Rosgartenmuseum, das auch ohne Eintrittsgebühr besucht werden kann.

Parallel zur Neukonzeption des Ausstellungswesens hat das engagierte Team der Museen die umfangreichen, auf neun Depot-Standorte verteilten Sammlungen fachmännisch geordnet. Der durch Gemeinderatsbeschluss ermöglichte Neubau (Beginn 2017) eines Kunstdepots sichert die museums-technische zeitgemäße Arbeit mit den Kunstschätzen.

Schenkungen und Vermächtnisse aus dem wachsenden Kreis von Mäzenen lassen die Sammlungen der Häuser weiter wachsen. Durch den Ausbau der Fördervereine, durch Erbschaften, Schenkungen und Ankäufe aus eigenem Ankaufsetat konnten die Sammlungen um teils sehr wertvolle Kunstwerke erweitert werden. Sponsoring und Drittmittelakquise wurden institutionell etabliert und erzielen seither beträchtliche Einnahmen. In den vergangenen zehn Jahren wurden für die Museen und ihre Förderinstitutionen Drittmittel, Spenden und Zustiftungen in Höhe von über einer Million Euro akquiriert. Die Fraktionen des Ausschusses dankten dem gesamten Museumsteam übereinstimmend für die herausragenden Leistungen dieser Reformjahre und den großen persönlichen Einsatz.

Für die Zukunft haben die Museen weitere Ziele: Um den Anschluss an die bedeutenden Kulturstädte der Bodenseeregion nicht zu verlieren, sollte Konstanz, so formuliert Museumschef Engelsing, „in den kommenden Jahren, möglichst in zentraler Lage, zusätzliche Räume für große Ausstellungen musealer und zeitgenössischer Kunst, Geschichte und Kultur schaffen.“ Schließlich sollte das Kunstdepot im Industriegebiet um einen funktionalen Werkstattbau ergänzt werden, um die Bereiche Restauratorin, Papierwerkstatt, Ausstellungsvorbereitung und Ausstellungsbau/Schreinerei ressourcensparend an einem Ort zu bündeln.

Design-Absolventen erhalten Werner-Konrad-Siegert-Kunstpreis

Dominik Gümbel und Julia Suckert haben den mit jeweils 1500 Euro dotierten Werner-Konrad-Siegert-Preis 2018 erhalten. Beide Preisträger haben Kommunikationsdesign an der Hochschule Konstanz studiert und künstlerisch hervorragende Abschlussarbeiten gestaltet. Die Preise verliehen hat der Direktor der Städtischen Museen Konstanz und Stiftungsrat der Werner-Konrad-Siegert-Stiftung, Dr. Tobias Engelsing.

Die nach dem Konstanzer Arzt und Stifter benannte Werner-Konrad-Siegert-Stiftung dient der Unterstützung von Kunst und Kultur in Konstanz. Sie ist am Rosgartenmuseum angesiedelt. Der Kunstpreis wurde bereits zum dritten Mal vergeben.

Im Bild: Der Leiter der Studiengänge Kommunikationsdesign Prof. Brian Switzer (l.) mit den Preisträgern Dominik Gümbel und Julia Suckert sowie dem Stiftungsrat und Direktor der Städtischen Museen Dr. Tobias Engelsing.

Zeichnen im Rosgartenmuseum

Die Künstlerin und Zeichenlehrerin Luise Merle bietet mit ihrer Zeichenschule „Farbenfroh“ Zeichenkurse für Anfänger und Fortgeschrittene an. Regelmäßig besucht sie mit ihren Kursen auch das Rosgartenmuseum, um an unseren zahlreichen Objekten das künstlerische Auge zu schulen und wunderschöne Zeichnungen entstehen zu lassen.

Informationen zu den Kursen finden sie hier.

Gemälde von Sepp Biehler kehrt nach Konstanz zurück

Aus  Schorndorf an den Bodensee zurück gekehrt ist ein Gemälde des bekannten  Konstanzer Malers Sepp Biehler (1907 – 1973 ) aus dem Nachkriegsjahr 1946.

Ein Onkel der beiden Erben, Prof. Dr. Dieter und Martin Hofbauer (hier mit Museumschef Dr. Tobias Engelsing und Restauratorin Rosa-Maria Pittà), hatte den „Halbakt mit Blumen“ einst bei Biehler erworben. Die Museumsgesellschaft des Rosgartenmuseums hat das Bild für die Sammlung des Museums angekauft. Einen Teil der Kaufsumme haben die Erben der Stadt erlassen, sie wollten, dass das Gemälde in die städtische Sammlung gelangt.  

450 Schönheiten – Nachtfalter im neotropischen Tieflandregenwald Costa Ricas (Thema des Monats)

Der Konstanzer Designer, Buchautor und Schmetterlingskundler Armin Dett berichtete begeistert von seinem künstlerischen Forschungsprojekt zu Nachtfaltern, das ihn bereits mehrfach in den neotropischen Tieflandregenwald Costa Ricas geführt hatte. Ausgerüstet mit ca. 15 Kilo Gepäck machte er sich nachts auf in den Dschungel, um so viele verschiedene Nachtfalter wie möglich einzufangen. In der Forschungsstation La Gamba fotografierte er diese und ließ sie hinterher wieder frei. Als mobiles Fotostudio diente ihm ein großer Joghurtbecher, in dem er die Tiere fliegen ließ, um sie fotografieren zu können. Als Designer interessieren ihn besonders die Farben, Muster und Formen, mit denen die nächtlichen Schönheiten von Mutter Natur gezeichnet wurden. Ebenso fasziniert ist er von den vielen einfallsreichen Möglichkeiten des Tarnens, Abwehrens und Versteckens, mit denen sich die zarten Geschöpfe gegen Feinde absichern. Die beeindruckenden Fotos sind in seinem Buch „Moths of Costa Rica´s rainforest“ zu bewundern.

Fremde Richter und freie Bauern-Die Habsburger in Geschichte und Mythos der Eidgenossenschaft (Thema des Monats Februar)

Im Rahmen der Vortragsreihe „Thema des Monats“ berichtete der Historiker Lukas-Daniel Barwitzki von der Universität Zürich über den Mythos der „fremden Richter“ und „freien Bauern“. Auf unterhaltsame Weise erläuterte er dem interessierten Publikum wie die Habsburger zum Haus Österreich wurden und enttarnte den Nationalhelden Wilhelm Tell als Dänen. Auch den Mythos von Winkelried und wie die Schweizer zu Helvetiern wurden, präsentierte er.

Schätze aus der Sammlung: Die Wappenscheibe des Kardinals Markus Sittich II. von Hohenems, Bischof von Konstanz

Hieronymus Lang (1541-1582)

Hochrechteckige Scheibe; Inv.Nr. 1989/A11

Zunftsaal Rosgartenmuseum

Die  Kabinettscheibe ist in drei Zonen unterteilt. Unten ist ein in Rollwerk eingebettetes Inschriftenfeld Träger für die Inschrift „Marck Sittich von gottes gnad der heilig/ Römisch kilch Car[dinal]. Erwelter Bischoff/zu Cost[an]tz und her [zu] Rychen Ouw. 1572“.

Darüber erhebt sich im Hauptfeld das Wappen des Konstanzer Bischofs, das vom Kardinalshut bekrönt ist. Der geviertete Wappenschild (Feld 1+3 Wappen der Medici, Feld 2+4 Kombiwappen des Bistums Konstanz mit Familie Hohenems) nimmt fast die gesamte Bildfläche ein, die farblos und mit schwarzem „Fadenornament“ versehen ist. Im Fuß des Wappenschilds ist das Wappen des Ritterordens von Santiago zu erkennen. In der Mitte der vier Wappenfelder verbindet eine Blüte die vier Teile.

Das Wappen wird an den Seiten von gelben Pfeilern flankiert, die auf roten Basen sitzen und von grünen Groteskenkapitellen mit Fries abgeschlossen werden. Im Schaft des Pfeilers sind blaue Felder mit Blütenornament eingetieft. Die Pfeiler werden durch einen violetten Kielbogen/Eselsrücken* verbunden, der das Wappen überfängt. Auf den Pfeilerkapitellen sitzt jeweils ein Posaune blasender Putto.

Die oberste Zone wird durch die Spitze des Kielbogens in zwei Hälften geteilt. Links ist Hieronymus im Gehäuse zu sehen, während auf der rechten Seite Samson mit dem Löwen kämpft.

Markus Sittich von Hohenems (1533-95) war von 1561-89 Bischof von Konstanz, außerdem päpstlicher Legat* und Kardinal. Er war der zweite Sohn des aus dem Militäradel stammenden Wolf Dietrich von Ems und der Chiara de Mediginio und der Cousin von Carlo Borromeo (ital. Reformer in der Gegenreformation, seit 1610 heilig).

Buchpräsentation: „Amerikas langer Arm“ von Prof. Dr. Lothar Burchardt im Zunftsaal

Der Autor bedeutender Werke zur Regionalgeschichte, langjährige Prorektor der Universität und treue Ratgeber des Rosgartenmuseums, Prof. Dr. Lothar Burchardt, hat wieder ein publikumsnahes Buch geschrieben: Dieses Mal hat er sich mit der Frage beschäftigt, welchen Einfluss Amerika im Zweiten Weltkrieg auf Grönland, die größte Insel der Welt, hatte.  Am Mittwochabend präsentierte er „Amerikas langer Arm – Grönlands militärische und wirtschaftliche Nutzung im Zweiten Weltkrieg“ im Zunftsaal des Rosgartenmuseum dem interessierten Publikum.

Lothar Burchardt

Amerikas langer Arm – Grönlands militärische und wirtschaftliche Nutzung im Zweiten Weltkrieg

Verlag Peter Lang

59,95€

Das Buch ist im Buchhandel erhältlich

Traumfabriken und Paläste – Das Kino in Konstanz (Thema des Monats im Januar)

Unsere Reihe „Thema des Monats“ startet mit dem Thema „Traumfabriken und Paläste – Das Kino in Konstanz“ ins neue Jahr.

Die Schließung des Scala an der Marktstätte sorgte 2016 für Wirbel. Aber seit der Erfindung des Films gab es in Konstanz schon einige Kinos, die allesamt nahezu spurlos verschwunden sind. Ihre Namen versprachen den Besuchern nicht nur Unterhaltung, sondern den Eintritt in eine glamouröse Welt. Der Historiker David Bruder informierte vor ausverkauftem Haus unterhaltsam über die Geschichte des Kinos in Konstanz.

Wo bitte geht´s zur Krippe?! – Die Konstanzer Weihnachtskrippe aus dem 18. Jh. im Rosgartenmuseum

Im Zunftsaal des Rosgartenmuseums ist eine Krippe mit geheimnisvoller Geschichte zu sehen. Die um 1730 holzgeschnitzten Figuren mit Körper aus garnumwickeltem Drahtgeflecht und zeittypischer Kleidung kamen im 18. Jahrhundert mit Ordensschwestern aus Paderborn nach Konstanz. Im Laufe der Zeit wurden von Lehrschwestern des Klosters Zopfigen Kostüme und Kulisse fortlaufend ergänzt. So kommt es, dass das Rosgartenmuseum neben der Heiligen Familie und den Heiligen Drei Königen unter anderem auch Frauen in Konstanzer Tracht, Kaufleute, eine Bäckersfrau und Paradiesler Gemüsegärtner sehen. Im 19. Jahrhundert schenkten die Schwestern dem Baumeister Josef Merk die Krippe, der sich im Gegenzug verpflichten musste die Krippe jedes Jahr der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. 1926 konnte das Rosgartenmuseum die Konstanzer Krippe aus dem Nachlass Merkt erwerben. 2015 ermöglichten die Museumsfreunde den Ankauf weiterer 36 Figuren aus der Zoffinger „Kloster-Produktion“, die Eigentümerfamilie verzichtete auf einen Maximalpreis, um die Krippe als geschlossenes Kunstwerk für die hiesige Öffentlichkeit zu erhalten.

Die Krippe ist vom ersten Advent 2017 bis zum 7. Januar 2018 zu sehen. Der Eintritt zur Krippe ist kostenlos. Der Besuch des Museums kostet den regulären Eintritt.

Baustart zum Depotneubau

Wir haben lange auf- und umgeräumt, die alte Halle wurde abgerissen und jetzt war es endlich soweit: der Baustart zum Depotneubau der Museen stand an. Nachdem jüngst die Baufreigabe erteilt wurde, konnte heute, am 8. November 2017, der Beginn der bedeutenden Baumaßnahme mit der Übergabe eines mäzenatischen Zuschusses der Museumsgesellschaft an den Kämmerer der Stadt verbunden werden.

Restaurierung dank Engagement der beiden Rotary Clubs möglich

Drei jüngst durch die Konstanzer Museumsgesellschaft erworbene Gemälde des Konstanzer Malers Wendelin Moosbrugger (1760 – 1849) können durch das Engagement der beiden Rotary Clubs Konstanz und Konstanz-Rheintor nun auch fachgerecht restauriert werden. Zur Übernahme der Restaurierungskosten in Höhe von 6000 Euro kamen die beiden Clubs in das Rosgartenmuseum. Auf dem Bild die Rotary-Vorstände und Vorstände der Museumsgesellschaft (v.l).: Museumschef Tobias Engelsing, Professor Frank Palm, Professor Harald Reiterer, Ottmar Zwicker, sowie Michael Hepp.

 

Bild: Aurelia Scherrer

Einen ausführlichen Bericht  des RC Konstanz-Rheintor finden Sie hier.

Zing, Pöff, Padapang – Die Kinderakademie im Rosgartenmuseum

Insgesamt 16 kleine und größere ForscherInnen der Kinderakademie der Konzilstadt Konstanz waren vor kurzem im Rosgartenmuseum zu Gast, um den Klängen aus Konzilszeiten zu lauschen. Das Musikerehepaar Achtzehnter präsentierte drei Stücke aus unterschiedlichen Ländern, die man so oder so ähnlich auch während des Konstanzer Konzils in Konstanz vielleicht gehört hat. Herr Achtzehnter erzählte unterhaltsam vieles Neues über Minne, mittelalterliche Musik und den Musiker, Komponisten und Diplomaten Oswald von Wolkenstein.

Sommerbasteln für Kinder im Rosgartenmuseum 2017

Vier kleine Künstlerinnen haben am Mittwoch, 16. August, gemeinsam mit Daniela Schilhab und Ines Stadie ihre Kreativität unter Beweis gestellt und beim Sommerbasteln richtige Unikate hergestellt. Spandosen wurden mit Glitzer und Steinchen überzogen, Armbänder aus Perlen gebastelt und Lederschmuck geflochten. Abgeschlossen haben wir das Sommerbasteln mit dem Ausmalen eines Wimmelbildes mit Bauernmotiv – passend zur aktuellen Sonderausstellung „Heimat Alpstein“.

Garn & Molke – Fahrt der Museumsfreunde ins Museum Stein

Am Mittwoch, 9. August 2017 fuhr eine kleine Gruppe der Museumsfreunde nach Stein ins Volkskundemuseum. Dort erfuhren wir bei einer Führung Wissenswertes über das Textilhandwerk, die verschiedenen Arten der Webstühle und die vielfältigen Berufe in der alten Textilindustrie. Hätten Sie gewusst welche Aufgabe eine Andreherin hatte? Oder ein Fergger? In der derzeitigen Sonderausstellung „Iigfädlet – Fergger gesucht – Berufe in der Textilindustrie“ im Museum Stein können Sie es erfahren. Ein Besuch lohnt sich! Im Anschluss wurde uns einer der letzten noch funktionierenden Plattstichwebstühle Europas vorgeführt. Als letzten Programmpunkt erzählten uns in der im Museum befindlichen Alphütte die beiden Käser wie aus Milch Käse wird, warum ein paar Bakterien gut für die Löcher im Käse sind und zeigten uns den Käsekeller, wo unsere „Mutschli“ (Käseleibe) jetzt 8 Wochen reifen dürfen.

Das Volkskundemuseum Stein ist unser Kooperationspartner bei der Sonderausstellung „Heimat Alpstein – Appenzeller und Toggenburger Bauernmalerei“. Ein Besuch in diesem bezaubernden Museum lohnt sich für alle Altersgruppen.

Küehlischnitzer in Aktion

Am Samstag, den 5. August hatten wir den bekannten Appenzeller Küehlischnitzer Samuel Frick zu Gast im Rosgartenmuseum. Bei herrlichem Wetter zeigte er den interessierten Besuchern seine Kunst des traditionellen Appenzeller Schnitzens.

Eröffnung der Sonderausstellung „Heimat Alpstein – Appenzeller und Toggenburger Bauernmalerei“

Am 21. Juni 2017 fand im Konzilgebäude in Konstanz die Eröffnung unserer Sonderausstellung statt.

Es sprachen OB Uli Burchardt, der stillstehende Landammann des Kantons Appenzell Innerrhoden Roland Inauen, Museumsdirektor Dr. Tobias Engelsing mit seinen Mitarbeiterinnen Dr. Lisa Foege und Ines Stadie, sowie Walter Engstle, Geschäftsführender Gesellschafter Südverlag GmbH.

Musik: Kapelle Enzian Appenzell

Museumsfest 2017

Am 15. Juli 2017 fand das „Konstanzer Museumsfest“ statt.

Hier finden Sie ein paar Impressionen.

Fotos: Oli Hanser