1804 wird Friedrich Mosbrugger geboren. Bereits als Kind bemalt er die Wände seines Kinderzimmers mit Heldengestalten und antiken Kriegern. In der Schule portraitiert er LehrerInnen und MitschülerInnen. Friedrich orientiert sich an der niederländischen Malerei, er möchte einmal Schlachtenmaler werden. 1822 beginnt er sein Studium an der Münchner Kunstakademie. Mit dem Studienkopf untersucht Friedrich die genaue Physiognomie eines jungen Mädchens bis ins kleinste Detail. Besonders die Mimik und leichte Neigung des Kopfes spielen dabei eine bedeutende Rolle. Sorgfältig modelliert er das Gesicht des Mädchens und fängt dadurch den sanften melancholischen Blick ein. Trotz der Melancholie in ihrem Blick wirkt sie lebendig und ihre Persönlichkeit offenbart sich. Portraits dienen zur Zeit Mosbruggers vermehrt als eine individuelle und repräsentative Form der Darstellung. Der Fokus liegt darauf, das Wesen und die Substanz eines Menschen festzuhalten. Mit diesem Konzept arbeitet auch Friedrich Mosbrugger. Es bleibt spannend: Teil 2 folgt in kürze.

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