Aktuelles

Kritischer Blick auf die Welt der Arbeit

Eine Arbeiterfrau, ihr Kind an der Hand, läuft eine scheinbar endlose Gasse entlang. Im Hintergrund erstreckt sich eine bedrohlich rauchende Industrielandschaft. Soziale Ungerechtigkeit und gesellschaftliches Elend sind in den expressionistischen Holzschnitten Willy Thalers unübersehbar. Der sozialkritische Bick blieb in der Bodenseeregion bis auf wenige Beispiele aus. Die Gründe dafür liegen Nahe: die Künstler und Künstlerinnen am ländlich geprägten Bodensee waren auf die großbürgerliche Kundschaft angewiesen, die nur Idyllenproduktionen verlangte.

Dieses und weitere Zeugnisse einer kritischen Auseinandersetzung mit Industrielandschaften sind bis zum 5. Januar 2025 in der Ausstellung „Wir schaffen was! Arbeitswelten in der Kunst am Bodensee“ im Rosgartenmuseum zu sehen.

Willy Thaler: „Arbeiterfrau“, Holzschnitt, 1930, ©Kunstmuseum St. Gallen


Arbeit im Appenzellerland

Wo heute Wanderer und Paraglider die Aussicht auf Weißbad genießen und Touristen im Stroh übernachten, zeigt sich 1949 noch die harte Arbeitswelt der Sennen des Appenzellerlands. Gebeugt sitzt der Bauer vor der Hütte und dengelt das Sensenblatt für den nächsten Futterschnitt. Schaut gerne in unserer Ausstellung „Wir schaffen was! Arbeitswelten in der Kunst am Bodensee“ im Rosgartenmuseum vorbei.

Carl August Liner: „Dengeler auf der Leugangen“, Aquarell, 1949, ©Museum Appenzell


MausTüröffner-Tag im Rosgartenmuseum

Mit der Maus ins Museum – Beim Türöffner-Tag unter der Schirmherrschaft der Sendung mit der Maus nahmen am Donnerstag, den 3. Oktober 2024 über 600 große und kleine Maus-Fans teil. Unter dem Motto „ZusammenTun“ gab das Team des Rosgartenmuseums den Kindern und ihren Eltern spannende Einblicke in die Museumsarbeit und öffnete auch so manche Tür hinter die Kulissen. Im Aktionsraum konnte nach Herzenslust gemalt und gebastelt werden. Das Rosgartenmuseum nahm bereits zum zweiten Mal am deutschlandweiten Maus-Tag teil.


Thurgauer finanzminister zu Besuch

Der Thurgauer Finanz- und Sozialminister Urs Martin (re.) begab sich im Rahmen einer Führungsklausur im „Trompeterschlösschen“ mit den Amtschefs seines Ministeriums auf „Grenzerkundungen“ im Stadtteil Paradies. Fachkundiger Guide war Museumschef Tobias Engelsing, hier beim Gespräch im Palmenhaus.

Bild: Manser-Scheuermann  


Harte Arbeit auf dem Feld

Gebeugt führt der Bauer den hölzernen Wagen mit dem Zugtier. Das Bild zeigt die harte Landarbeit ohne jede Verklärung. Adolf Thomanns künstlerische Auseinandersetzung galt den Tieren, sei es in seiner natürlichen Umgebung oder in dem Zusammenleben mit den Menschen. Thomann betrachtete Mensch und Tier als untrennbare harmonische Einheit.

Weitere Zeugnisse der früheren Arbeitswelt sind bis zum 5. Januar 2025 in der Ausstellung „Wir schaffen was! Arbeitswelten in der Kunst am Bodensee“ im Rosgartenmuseum zu sehen.

Adolf Thomann: „Pferd mit Fohlen und Bauer auf dem Feld“, Öl auf Leinwand, 1919, © Kunstmuseum St. Gallen