Aktuelles
Thema des Monats: Der japanisierende Farbholzschnitt als Kunstform des Jugendstils
Am Mittwoch, 13. März hieß es wieder einmal „Thema des Monats“ im Zunftsaal des Rosgartenmuseums. Der geschätzte Museumskollege und Direktor des Historischen und Völkerkunde-Museums St. Gallen, Dr. Daniel Studer, hielt nicht nur einen spannenden Vortrag zur Entwicklung der Kunstform des japaniserenden Farbholzschnitts und stellte die Künstler*innen vor, sondern hatte uns auch zauberhafte Originale der St. Galler Künstlerin Martha Cunz mitgebracht. Ein spannendes Erlebnis, die Druckstöcke und die zugehörigen Blätter zu sehen! Wir bedanken uns für den tollen Abend!
Hinter den Kulissen: Unser Depot nimmt Gestalt an
Nachdem kräftig gewerkelt und gebaut wurde, kilometerweise Kabel und Rohre verlegt wurden, können nur nach und nach unsere Schätze in ihr neues Zuhause umziehen! Unser Technischer Dienst und unsere Restauratorin packen ein, fahren Objekte ins neue Depot, packen wieder aus und räumen ein. Ein paar Impressionen gibt´s heute.
Konstanzer Kostbarkeiten: Karl Gottfried Laux (1879–1924)
Hans Breinlinger (1888–1963), 1912
Humorvoll, Vater dreier Töchter, talentierter Turner, Sänger und poetischer Dichter: Der Konstanzer Kreisamtmann Karl Laux war beliebt und geachtet. Als jüngstes von elf Kindern in Sinsheim geboren, gewann er bereits zu Schulzeiten Preise als Turner. Nach Konstanz kam Laux 1899 durch seine Stelle bei der Kreisverwaltung. Er prägte das Vereinsleben der Stadt, organisierte Turnfeste, schrieb Gedichte, die an Sängerabenden vorgetragen wurden und war aktives Mitglied der evangelischen Kirchengemeinde. Mit nur 44 Jahren starb Karl Laux 1924 an den Folgen eines Schlaganfalls. Das Porträt zeigt ihn noch vor seinem Einsatz an der Westfront im Ersten Weltkrieg.
Sammlung Rosgartenmuseum
Konstanzer Kostbarkeiten: Jacob Bührer (1828–1914)
Eduard Bäumer, 1919
Das Herz der internationalen Ziegelindustrie schlug zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Zeit lang in der Konstanzer Schottenstraße: Dort erfand Jacob Bührer einen neuartigen Brenn- und Trockenofen mit dem sich bei enormer Kohleersparnis die Produktionszahlen steigern ließen und zudem Personal gespart werden konnte. Die Bührer-Ziegelei-Anlagen wurden weltweit zum Verkaufsschlager: Im Jahr 1912 konnten knapp 2 Milliarden Ziegelsteine in 402 Trockenöfen produziert werden. Jacob Bührer war in der Nähe von Schaffhausen aufgewachsen und hatte bereits als Zehnjähriger in der Ziegelei seines Vaters den Umgang mit Ton und Brennöfen erlernt. Nach seiner Ingenieursausbildung war er kurzzeitig als Lehrer tätig gewesen, kehrte jedoch bald wieder in das angestammte Berufsfeld zurück und gründete ein eigenes Ingenieursbüro in Konstanz. Das Porträt, das den Bautechniker in ein Schriftstück vertieft zeigt, wurde erst fünf Jahre nach seinem Tod in Auftrag gegeben.
Sammlung Rosgartenmuseum
Thema des Monats Februar „Kapitän Franz Romer“
Gestern Abend hieß es im Rosgartenmuseum wieder „Thema des Monats“: Der Historiker Frank Martin sprach über den aus Dettingen stammenden „Atlantikbezwinger“ Franz Romer. Die Gäste im vollbesetzten Zunftsaal staunten über den Werdegang des technikaffinen Bodensee-Jungen und sein waghalsiges Abenteuer der Altlatiküberquerung im kleinen Faltboot.