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Konstanzer Kostbarkeiten: Mathilde Baronin van Zuylen-Ammann
Mathilde Baronin van Zuylen-Ammann
Robert Weise (1870–1923), 1905
Der aus Stuttgart stammende, vom französischen Impressionismus beeinflusste Maler Robert Weise gehörte um 1900 zur kleinen Gottlieber Künstlerkolonie, die sich um die Mäzenin Mathilde van Zuylen gebildet hatte: Der Dichter Emanuel von Bodman mit seiner Frau Blanche de Fabrice, Hermann Hesse, Ludwig Finkh, der Kulturkritiker Wilhelm Schäfer und der Maler Emil Thoma bildeten im kleinen Thurgauer Dorf einen Sammlungspunkt der „anderen Moderne“. In dieser Zeit entstand das Bild der damals 63-jährigen Baronin. Ihre Schützlinge beschrieben sie als resolute, rauchende Frau von männlichem Auftreten, aber von „goldigem Charakter“.
Sammlung Rosgartenmuseum
Das Bild ist noch bis 30. Dezember 2018 in der Sonderausstellung „Charakterköpfe“ zu sehen.
Konstanzer Kostbarkeiten: Judas Thaddäus von Schach und seine Frau Josephine
Judas Thaddäus von Schach (1772‒1847) und Josephine geb. Hüetlin (1778‒1846)
Friedrich Mosbrugger (1804–1830), 1824
Judas Thaddäus von Schach wurde 1772 in Freiburg geboren, er war der älteste Sohn des vorderösterreichischen Regierungsrats Johann Thaddäus Schach, der wegen seiner Verdienste von Kaiser Joseph II. geadelt wurde. Nach dem Tod des Vaters erbte Judas Schloss Freudental oberhalb von Allensbach, das er fortan bewirtschaftete und 1804 an Johann Franz Freiherr von Bodman verkaufte. In den Kreisen der Konstanzer Justiz traf er auf seine zukünftigen Schwiegereltern: Ignaz Benedikt und Anna Maria Hüetlin. Er heiratete ihre zweite Tochter Josephine. Ihre Schwester Anna war die zweite Frau des Konstanzer Malers Wendelin Mosbrugger. Judas und Josephine sind außerdem mit Karl Hüetlin verwandt: Sie sind Onkel und Tante des 1832 gewählten Konstanzer Bürgermeisters.
Sammlung Rosgartenmuseum
Das Bild ist noch bis 30. Dezember 2018 in der Sonderausstellung „Charakterköpfe“ zu sehen.
Konstanzer Kostbarkeiten: Äbtissin Gertrud von Münsterlingen
Äbtissin Gertrud von Münsterlingen (geb. 1713)
Matthias Reiser, 1762
Maria Anna Gertrudis Hofner wurde 1713 in Konstanz geboren, ihr Ordensgelübde als Benediktinerin legte sie 1737 ab. Einige Jahre später wurde sie zur Äbtissin des Benediktinerinnenklosters Münsterlingen gewählt. Das Kloster – heute befindet sich dort das Kantonsspital – bestand von 1549 bis 1848, bis zur Auflösung bestimmten 13 Oberinnen seine Geschicke. Äbtissin Gertrud war von 1750 bis 1775 im Amt. Neben Matthias Reiser porträtierte auch der Konstanzer Maler Franz Ludwig Hermann die Klerikerin. Dieses Porträt befindet sich heute im The Bowes Museum im Nordosten Englands.
Das Bildnis zeigt die Äbtissin in Ordenstracht, in den Händen hält sie den Krummstab und ein aufgeschlagenes Buch. Der lateinische Text enthält den Beginn der Benediktsregel und bezieht sich zudem auf die heilige Gertrud von Helfta, die Namenspatronin der Äbtissin. Ihren Rang unterstreichen das juwelenbesetzte Kreuz und der Ring an ihrer rot behandschuhten Rechten. Sowohl der Text im Buch als auch die Inschrift und das Wappen im Bild geben Auskunft über ihre Identität.
Sammlung Rosgartenmuseum
Das Bild ist noch bis 30. Dezember 2018 in der Sonderausstellung „Charakterköpfe“ zu sehen.
Weihnachtsparadies im Museumsshop
Ho Ho Ho! Auch bei uns im Museum weihnachtet es schon sehr und unsere fleißigen Weihnachtselfen haben alle Arbeit geleistet und den Museumsshop in ein Weihnachtsparadies verwandelt! Wir haben die perfekten Geschenke für Klein und Groß und auch an Dekoartikeln mangelt es nicht!
Kommen Sie uns besuchen, lassen Sie sich verzaubern und genießen Sie die wunderschöne Vorweihnachtszeit bei uns und mit uns im Rosgartenmuseum.
Blick hinter die Kulissen – Wir durften beim Theater Konstanz vorbeigucken
Wie kommt man eigentlich auf die Bühne? Wo werden die SchauspielerInnen geschminkt und wo wird geprobt? All diese Fragen und noch viele mehr beantwortete Mario Böhler, der Leiter des Marketing und der Kommunikation im Theater Konstanz, bei seiner Führung für die MitarbeiterInnen des Rosgartenmuseums. Wir durften einen Blick hinter die Kulissen werfen und viele spannende Dinge über den Ablauf der Theaterarbeit erfahren. Vielen lieben Dank für diesen Einblick! Wir freuen uns auf den Gegenbesuch.
Wenn Sie die Chance auf eine Theaterführung haben, nutzen Sie sie. Es ist wirklich sehr interessant!