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Friedrich Mosbrugger über die Physiognomie eines jungen Mädchens Teil 1 / Rosgartenmuseum Konstanz

1804 wird Friedrich Mosbrugger geboren. Bereits als Kind bemalt er die Wände seines Kinderzimmers mit Heldengestalten und antiken Kriegern. In der Schule portraitiert er LehrerInnen und MitschülerInnen. Friedrich orientiert sich an der niederländischen Malerei, er möchte einmal Schlachtenmaler werden. 1822 beginnt er sein Studium an der Münchner Kunstakademie. Mit dem Studienkopf untersucht Friedrich die genaue Physiognomie eines jungen Mädchens bis ins kleinste Detail. Besonders die Mimik und leichte Neigung des Kopfes spielen dabei eine bedeutende Rolle. Sorgfältig modelliert er das Gesicht des Mädchens und fängt dadurch den sanften melancholischen Blick ein. Trotz der Melancholie in ihrem Blick wirkt sie lebendig und ihre Persönlichkeit offenbart sich. Portraits dienen zur Zeit Mosbruggers vermehrt als eine individuelle und repräsentative Form der Darstellung. Der Fokus liegt darauf, das Wesen und die Substanz eines Menschen festzuhalten. Mit diesem Konzept arbeitet auch Friedrich Mosbrugger. Es bleibt spannend: Teil 2 folgt in kürze.

Unter folgendem Link kommen Sie zu kompletten Video:

https://youtube.com/shorts/LEYMdqBFgCU


Der Innenhof des Wessenberg-Hauses von Joseph Mosbrugger Teil 2 / Rosgartenmuseum Konstanz

Nachdem Joseph Mosbrugger zum Kurator der Sammlung Wessenbergs ernannt wurde, entsteht fünf Jahr später diese Ölskizze. Der persönliche Bezug Mosbruggers zum Ort wird deutlich. Nicht nur die Vertrautheit und detailgetreue Darstellung des Motivs spiegeln dies wider, auch das Patrizierhaus „Zur Katz“ ist im Hintergrund zu erkennen. Hierbei handelt es sich um das Nachbarhaus der Familie Mosbrugger. Zum ersten Mal hat Joseph keine Geldsorgen und kann sich der Kunst auf einer finanziell unabhängigen Ebene widmen. 1869 stirbt „Mospepi“ im Alter von 59 Jahren an einer Lungenentzündung.

Unter diesem Link kommen Sie zum zweiten Teil der Werkbetrachtung:

https://youtube.com/shorts/orNzt6QXhwA


Der Innenhof des Wessenberg-Hauses von Joseph Mosbrugger Teil 1 / Rosgartenmuseum Konstanz

Joseph Mosbrugger wird 1860 zum besoldeten Kurator der Sammlung von Ignaz Heinrich von Wessenberg bestellt. Der Bistumsverweser Wessenberg hinterlässt der Stadt Konstanz nach seinem Tod seine umfangreiche Bibliothek, seine Gemäldesammlung und sein Vermögen für die Einrichtung eines Kinderheimes. Die Ölskizze von 1865 zeigt den Innenhof des Wessenberg-Hauses. Vom Vorderhaus, in welchem sich die Bildersammlung befand, schweift der Blick in das Gemäuer. Die alten Mauern des Domherrenhofes sind mit wilden Sträuchern und Wein bewachsen. Der Schlagschatten der linken Scheune wirft einen Hell-Dunkel Kontrast auf das lebendige und farbenfrohe Ensemble. Joseph Mosbruggers Vertrautheit mit dem Motiv, der Wirkungsstätte seiner letzten Jahre, wird deutlich.

Teil 2 folgt in kürze.

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https://youtube.com/shorts/SuVEwQ44nzM


Joseph Mosbrugger: Bei Allmannsdorf (1863), eine Werkbetrachtung Teil 2 / Rosgartenmuseum

Das Werk von Joseph Mosbrugger zeigt die alltägliche Arbeit der Bauern, die auf dem Feld arbeiten und die Heuernte einbringen. Ein beladener Wagen fährt soeben zurück ins Dorf. Auf ihm fährt eine Bäuerin mit. Joseph malt die idyllische Natur mit sanften Farben und zeigt dadurch die Stimmung des Abendlichts. Auf dem Bodensee im Hintergrund befinden sich einige Segelboote und eröffnen den Blick auf das Schweizer Ufer. Die Spitze des Kirchturms von Allmannsdorf leitet den Blick in Richtung Säntis. Sorgfältig komponiert Joseph dieses Motiv und offenbart einen Blick auf den See und die Umgebung den wir noch heute erblicken können. In seinen Landschaftsmalereien ist der Bodensee ein beliebtes Motiv. Immer wieder malt er ihn und seine Umgebung von allen möglichen Perspektiven.

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https://youtube.com/shorts/8ffDMcXp8w0


Friedrich Mosbrugger: Der Improvisator am Molo zu Neapel, 1830: Eine Werkbetrachtung

1804 wird Friedrich Mosbrugger geboren. Sein Vater ist der berühmte Portrait- und Miniaturmaler Wendelin Mosbrugger. Bereits als Kind bemalt Friedrich die Wände seines Kinderzimmers mit Heldengestalten und skizziert neben Lehrerinnen und Mitschülerinnen auch antike Krieger. Nach seinem Studium an der Münchner Kunstakademie reist Friedrich 1827 nach Italien. Wie viele seiner Zeit sucht auch er das sagenhafte Arkadien, ein geistiges Sehnsuchtsland, das größere Freiheit, Toleranz und gesellschaftlichen Aufbruch verheißen soll. Anfang des 19. Jahrhunderts zieht es viele Intellektuelle, Prinzen und wohlhabende Kaufmannssöhne nach Italien. Johann Wolfgang von Goethe berichtet in seinem Werk „Italienische Reise“ 1816 von diesem Sehnsuchtsland. Das improvisierende Erzählen, das wie in diesem Fall Geschichten zum Leben erwecken lässt, wird in vielen Berichten nordeuropäischer Reisender als alltägliches Schauspiel beschrieben. So hält es auch Friedrich Mosbrugger in diesem Werk fest.

Leihgabe der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe.

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https://youtu.be/Wxq8nZz12QA