Aktuelles
Blick in die Rieter-Werke
In der Nachfolge des großen Adolf von Menzel wirft die Münchener Künstlerin einen Blick in die große Werkshalle der 1874 gegründeten Rieter-Werke. Der Schein des flüssigen Metalls beleuchtet die Arbeiter in der Gießerei. In Konstanz wurden Maschinen zur Ziegeleiproduktion hergestellt. 1900 konnte auf der Pariser Weltausstellung die erste Dachziegelrevolverpresse vorgestellt werden. 2009 wurden die Werke an der Schneckenburgstraße geschlossen, die Maschinenproduktion nach Asti im Piemont verlegt. Das Industriedenkmal wird heute durch unterschiedliche Mieter genutzt. Diese und weitere Zeugnisse von früheren Fabriken sind bis zum 5. Januar 2025 in der Ausstellung „Wir schaffen was! Arbeitswelten in der Kunst am Bodensee“ im Rosgartenmuseum zu sehen.
Unbek. Münchener Künstlerin: „Werkshalle Rieter“, Öl auf Leinwand, um 1968, ©Rosgartenmuseum Konstanz
Interaktives Detektivspiel SherLOOK 2.0 im Rosgartenmuseum
Jetzt darf gespielt werden! Die Game-Night am 8. November 2024, der offizielle Startschuss des interaktiven Spiels, lockte rund 270 Hobby-Detektive ins Konstanzer Rosgartenmuseum. Besucherinnen und Besucher konnten das neue interaktive Detektivspiel SherLOOK 2.0 spielen und dabei ihre detektivischen Fähigkeiten austesten. Mit der eigens entwickelten App und einer Hightech-Lupe machen sich große und kleine Spürnasen spielerisch auf die Suche nach Ausstellungsstücken, die gemeine Langfinger vermeintlich gestohlen und gefälscht haben. Das strategische Spiel, das tief in die Geschichte des Museums eintaucht, verfügt über einen hohen Wiederspielwert und ist eine Einladung, die Geschichte der Stadt Konstanz und die Exponate des Museums auf völlig neue Art zu erkunden. Die mit der Hightech-Lupe ausgestatteten Spielkonsolen sind ab sofort an der Museumskasse ohne Aufpreis zum regulären Museumseintritt verfügbar. Schulklassen und Privatgruppe werden gebeten, sich vorab über rosgartenmuseum@konstanz.de anzumelden. Auf alle, die einen Fall richtig gelöst haben, wartet eine kleine Überraschung.
Der letzte Konstanzer Scheren- und Messerschleifer
Mit diesem Gerät zog Nikolaus Ams (1904-1979) bis wenige Jahre vor seinem Tod durch die Stadt Konstanz, um Scheren, Messer und Werkzeuge zu schärfen. Nach dem Tod des letzten Konstanzer Scherenschleifers fand der mechanische Karren mit Schwungrad Eingang in die Sammlung des Rosgartenmuseums. Dieses Relikt einer vergangenen Arbeitswelt ist bis zum 5. Januar 2025 in der Ausstellung „Wir schaffen was! Arbeitswelten in der Kunst am Bodensee“ im Rosgartenmuseum zu sehen
Der Schleifkarren des letzten Scheren- und Messerschleifer, Konstanz um 1930, ©Rosgartenmuseum Konstanz
Nachlass des berühmten Fasnachtsstars Karl Steuer im Museum
Der Jahrzehnte in einem Keller in Kreuzlingen verwahrte schriftliche Nachlass des berühmten Fasnachtsstars und Schauspielers Karl Steuer (1909 – 1969) ist nun in die Sammlung des Rosgartenmuseums übergegangen: Drei Dutzend Textbücher, Akten und Erinnerungsstücke des großen Komikers wurden von Sohn Thomas Steuer (re.) an Museumschef Tobias Engelsing übergeben. Die Materialien sind ein bedeutendes Zeitzeugnis der Konstanzer Bühnenfasnacht seit den 1920er-Jahren.
Eisengießerei Fahr
Vor der Stockacher St. Oswald Kirche mit ihrer charakteristischen barocken Zwiebelturmhaube erstreckt sich das Fabrikareal des Landwirtschaftsmaschinenherstellers Fahr. 1870 in Gottmadingen gegründet, fertigten in der Gießerei in Stockach bis zu 1000 Mitarbeiter Gussteile für die damals bekannten roten Traktoren.
Schaut gerne in unserer Ausstellung „Wir schaffen was! Arbeitswelten in der Kunst am Bodensee“ im Rosgartenmuseum vorbei.
Werner Mollweide: „Blick auf Stockach und die Eisengießerei Fahr“, Öl auf Leinwand, o.J., ©Kunstsammlung Landkreis Konstanz