Aktuelles
Wo bitte geht´s zur Krippe?! – Die Konstanzer Weihnachtskrippe aus dem 18. Jh. im Rosgartenmuseum
Im Zunftsaal des Rosgartenmuseums ist eine Krippe mit geheimnisvoller Geschichte zu sehen. Die um 1730 holzgeschnitzten Figuren mit Körper aus garnumwickeltem Drahtgeflecht und zeittypischer Kleidung kamen im 18. Jahrhundert mit Ordensschwestern aus Paderborn nach Konstanz. Im Laufe der Zeit wurden von Lehrschwestern des Klosters Zopfigen Kostüme und Kulisse fortlaufend ergänzt. So kommt es, dass das Rosgartenmuseum neben der Heiligen Familie und den Heiligen Drei Königen unter anderem auch Frauen in Konstanzer Tracht, Kaufleute, eine Bäckersfrau und Paradiesler Gemüsegärtner sehen. Im 19. Jahrhundert schenkten die Schwestern dem Baumeister Josef Merk die Krippe, der sich im Gegenzug verpflichten musste die Krippe jedes Jahr der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. 1926 konnte das Rosgartenmuseum die Konstanzer Krippe aus dem Nachlass Merkt erwerben. 2015 ermöglichten die Museumsfreunde den Ankauf weiterer 36 Figuren aus der Zoffinger „Kloster-Produktion“, die Eigentümerfamilie verzichtete auf einen Maximalpreis, um die Krippe als geschlossenes Kunstwerk für die hiesige Öffentlichkeit zu erhalten.
Die Krippe ist vom ersten Advent 2017 bis zum 7. Januar 2018 zu sehen. Der Eintritt zur Krippe ist kostenlos. Der Besuch des Museums kostet den regulären Eintritt.
Baustart zum Depotneubau
Wir haben lange auf- und umgeräumt, die alte Halle wurde abgerissen und jetzt war es endlich soweit: der Baustart zum Depotneubau der Museen stand an. Nachdem jüngst die Baufreigabe erteilt wurde, konnte heute, am 8. November 2017, der Beginn der bedeutenden Baumaßnahme mit der Übergabe eines mäzenatischen Zuschusses der Museumsgesellschaft an den Kämmerer der Stadt verbunden werden.
Restaurierung dank Engagement der beiden Rotary Clubs möglich
Drei jüngst durch die Konstanzer Museumsgesellschaft erworbene Gemälde des Konstanzer Malers Wendelin Moosbrugger (1760 – 1849) können durch das Engagement der beiden Rotary Clubs Konstanz und Konstanz-Rheintor nun auch fachgerecht restauriert werden. Zur Übernahme der Restaurierungskosten in Höhe von 6000 Euro kamen die beiden Clubs in das Rosgartenmuseum. Auf dem Bild die Rotary-Vorstände und Vorstände der Museumsgesellschaft (v.l).: Museumschef Tobias Engelsing, Professor Frank Palm, Professor Harald Reiterer, Ottmar Zwicker, sowie Michael Hepp.
Bild: Aurelia Scherrer
Einen ausführlichen Bericht des RC Konstanz-Rheintor finden Sie hier.
Zing, Pöff, Padapang – Die Kinderakademie im Rosgartenmuseum
Insgesamt 16 kleine und größere ForscherInnen der Kinderakademie der Konzilstadt Konstanz waren vor kurzem im Rosgartenmuseum zu Gast, um den Klängen aus Konzilszeiten zu lauschen. Das Musikerehepaar Achtzehnter präsentierte drei Stücke aus unterschiedlichen Ländern, die man so oder so ähnlich auch während des Konstanzer Konzils in Konstanz vielleicht gehört hat. Herr Achtzehnter erzählte unterhaltsam vieles Neues über Minne, mittelalterliche Musik und den Musiker, Komponisten und Diplomaten Oswald von Wolkenstein.
Garn & Molke – Fahrt der Museumsfreunde ins Museum Stein
Am Mittwoch, 9. August 2017 fuhr eine kleine Gruppe der Museumsfreunde nach Stein ins Volkskundemuseum. Dort erfuhren wir bei einer Führung Wissenswertes über das Textilhandwerk, die verschiedenen Arten der Webstühle und die vielfältigen Berufe in der alten Textilindustrie. Hätten Sie gewusst welche Aufgabe eine Andreherin hatte? Oder ein Fergger? In der derzeitigen Sonderausstellung „Iigfädlet – Fergger gesucht – Berufe in der Textilindustrie“ im Museum Stein können Sie es erfahren. Ein Besuch lohnt sich! Im Anschluss wurde uns einer der letzten noch funktionierenden Plattstichwebstühle Europas vorgeführt. Als letzten Programmpunkt erzählten uns in der im Museum befindlichen Alphütte die beiden Käser wie aus Milch Käse wird, warum ein paar Bakterien gut für die Löcher im Käse sind und zeigten uns den Käsekeller, wo unsere „Mutschli“ (Käseleibe) jetzt 8 Wochen reifen dürfen.
Das Volkskundemuseum Stein ist unser Kooperationspartner bei der Sonderausstellung „Heimat Alpstein – Appenzeller und Toggenburger Bauernmalerei“. Ein Besuch in diesem bezaubernden Museum lohnt sich für alle Altersgruppen.