Aktuelles

Schätze aus der Sammlung: Die Wappenscheibe des Kardinals Markus Sittich II. von Hohenems, Bischof von Konstanz

Hieronymus Lang (1541-1582)

Hochrechteckige Scheibe; Inv.Nr. 1989/A11

Zunftsaal Rosgartenmuseum

 

Die  Kabinettscheibe ist in drei Zonen unterteilt. Unten ist ein in Rollwerk eingebettetes Inschriftenfeld Träger für die Inschrift „Marck Sittich von gottes gnad der heilig/ Römisch kilch Car[dinal]. Erwelter Bischoff/zu Cost[an]tz und her [zu] Rychen Ouw. 1572“.

Darüber erhebt sich im Hauptfeld das Wappen des Konstanzer Bischofs, das vom Kardinalshut bekrönt ist. Der geviertete Wappenschild (Feld 1+3 Wappen der Medici, Feld 2+4 Kombiwappen des Bistums Konstanz mit Familie Hohenems) nimmt fast die gesamte Bildfläche ein, die farblos und mit schwarzem „Fadenornament“ versehen ist. Im Fuß des Wappenschilds ist das Wappen des Ritterordens von Santiago zu erkennen. In der Mitte der vier Wappenfelder verbindet eine Blüte die vier Teile.

Das Wappen wird an den Seiten von gelben Pfeilern flankiert, die auf roten Basen sitzen und von grünen Groteskenkapitellen mit Fries abgeschlossen werden. Im Schaft des Pfeilers sind blaue Felder mit Blütenornament eingetieft. Die Pfeiler werden durch einen violetten Kielbogen/Eselsrücken* verbunden, der das Wappen überfängt. Auf den Pfeilerkapitellen sitzt jeweils ein Posaune blasender Putto.

Die oberste Zone wird durch die Spitze des Kielbogens in zwei Hälften geteilt. Links ist Hieronymus im Gehäuse zu sehen, während auf der rechten Seite Samson mit dem Löwen kämpft.

 

Markus Sittich von Hohenems (1533-95) war von 1561-89 Bischof von Konstanz, außerdem päpstlicher Legat* und Kardinal. Er war der zweite Sohn des aus dem Militäradel stammenden Wolf Dietrich von Ems und der Chiara de Mediginio und der Cousin von Carlo Borromeo (ital. Reformer in der Gegenreformation, seit 1610 heilig).


Buchpräsentation: „Amerikas langer Arm“ von Prof. Dr. Lothar Burchardt im Zunftsaal

Der Autor bedeutender Werke zur Regionalgeschichte, langjährige Prorektor der Universität und treue Ratgeber des Rosgartenmuseums, Prof. Dr. Lothar Burchardt, hat wieder ein publikumsnahes Buch geschrieben: Dieses Mal hat er sich mit der Frage beschäftigt, welchen Einfluss Amerika im Zweiten Weltkrieg auf Grönland, die größte Insel der Welt, hatte.  Am Mittwochabend präsentierte er „Amerikas langer Arm – Grönlands militärische und wirtschaftliche Nutzung im Zweiten Weltkrieg“ im Zunftsaal des Rosgartenmuseum dem interessierten Publikum.

 

Lothar Burchardt

Amerikas langer Arm – Grönlands militärische und wirtschaftliche Nutzung im Zweiten Weltkrieg

Verlag Peter Lang

59,95€

Das Buch ist im Buchhandel erhältlich

 

 


Traumfabriken und Paläste – Das Kino in Konstanz (Thema des Monats im Januar)

Unsere Reihe „Thema des Monats“ startet mit dem Thema „Traumfabriken und Paläste – Das Kino in Konstanz“ ins neue Jahr.

Die Schließung des Scala an der Marktstätte sorgte 2016 für Wirbel. Aber seit der Erfindung des Films gab es in Konstanz schon einige Kinos, die allesamt nahezu spurlos verschwunden sind. Ihre Namen versprachen den Besuchern nicht nur Unterhaltung, sondern den Eintritt in eine glamouröse Welt. Der Historiker David Bruder informierte vor ausverkauftem Haus unterhaltsam über die Geschichte des Kinos in Konstanz.


Wo bitte geht´s zur Krippe?! – Die Konstanzer Weihnachtskrippe aus dem 18. Jh. im Rosgartenmuseum

Im Zunftsaal des Rosgartenmuseums ist eine Krippe mit geheimnisvoller Geschichte zu sehen. Die um 1730 holzgeschnitzten Figuren mit Körper aus garnumwickeltem Drahtgeflecht und zeittypischer Kleidung kamen im 18. Jahrhundert mit Ordensschwestern aus Paderborn nach Konstanz. Im Laufe der Zeit wurden von Lehrschwestern des Klosters Zopfigen Kostüme und Kulisse fortlaufend ergänzt. So kommt es, dass das Rosgartenmuseum neben der Heiligen Familie und den Heiligen Drei Königen unter anderem auch Frauen in Konstanzer Tracht, Kaufleute, eine Bäckersfrau und Paradiesler Gemüsegärtner sehen. Im 19. Jahrhundert schenkten die Schwestern dem Baumeister Josef Merk die Krippe, der sich im Gegenzug verpflichten musste die Krippe jedes Jahr der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. 1926 konnte das Rosgartenmuseum die Konstanzer Krippe aus dem Nachlass Merkt erwerben. 2015 ermöglichten die Museumsfreunde den Ankauf weiterer 36 Figuren aus der Zoffinger „Kloster-Produktion“, die Eigentümerfamilie verzichtete auf einen Maximalpreis, um die Krippe als geschlossenes Kunstwerk für die hiesige Öffentlichkeit zu erhalten.

 

Die Krippe ist vom ersten Advent 2017 bis zum 7. Januar 2018 zu sehen. Der Eintritt zur Krippe ist kostenlos. Der Besuch des Museums kostet den regulären Eintritt.


Baustart zum Depotneubau

Wir haben lange auf- und umgeräumt, die alte Halle wurde abgerissen und jetzt war es endlich soweit: der Baustart zum Depotneubau der Museen stand an. Nachdem jüngst die Baufreigabe erteilt wurde, konnte heute, am 8. November 2017, der Beginn der bedeutenden Baumaßnahme mit der Übergabe eines mäzenatischen Zuschusses der Museumsgesellschaft an den Kämmerer der Stadt verbunden werden.