Aktuelles
Gemälde von Sepp Biehler kehrt nach Konstanz zurück
Aus Schorndorf an den Bodensee zurück gekehrt ist ein Gemälde des bekannten Konstanzer Malers Sepp Biehler (1907 – 1973 ) aus dem Nachkriegsjahr 1946.
Ein Onkel der beiden Erben, Prof. Dr. Dieter und Martin Hofbauer (hier mit Museumschef Dr. Tobias Engelsing und Restauratorin Rosa-Maria Pittà), hatte den „Halbakt mit Blumen“ einst bei Biehler erworben. Die Museumsgesellschaft des Rosgartenmuseums hat das Bild für die Sammlung des Museums angekauft. Einen Teil der Kaufsumme haben die Erben der Stadt erlassen, sie wollten, dass das Gemälde in die städtische Sammlung gelangt.
Fremde Richter und freie Bauern-Die Habsburger in Geschichte und Mythos der Eidgenossenschaft (Thema des Monats Februar)
Im Rahmen der Vortragsreihe „Thema des Monats“ berichtete der Historiker Lukas-Daniel Barwitzki von der Universität Zürich über den Mythos der „fremden Richter“ und „freien Bauern“. Auf unterhaltsame Weise erläuterte er dem interessierten Publikum wie die Habsburger zum Haus Österreich wurden und enttarnte den Nationalhelden Wilhelm Tell als Dänen. Auch den Mythos von Winkelried und wie die Schweizer zu Helvetiern wurden, präsentierte er.
Schätze aus der Sammlung: Die Wappenscheibe des Kardinals Markus Sittich II. von Hohenems, Bischof von Konstanz
Hieronymus Lang (1541-1582)
Hochrechteckige Scheibe; Inv.Nr. 1989/A11
Zunftsaal Rosgartenmuseum
Die Kabinettscheibe ist in drei Zonen unterteilt. Unten ist ein in Rollwerk eingebettetes Inschriftenfeld Träger für die Inschrift „Marck Sittich von gottes gnad der heilig/ Römisch kilch Car[dinal]. Erwelter Bischoff/zu Cost[an]tz und her [zu] Rychen Ouw. 1572“.
Darüber erhebt sich im Hauptfeld das Wappen des Konstanzer Bischofs, das vom Kardinalshut bekrönt ist. Der geviertete Wappenschild (Feld 1+3 Wappen der Medici, Feld 2+4 Kombiwappen des Bistums Konstanz mit Familie Hohenems) nimmt fast die gesamte Bildfläche ein, die farblos und mit schwarzem „Fadenornament“ versehen ist. Im Fuß des Wappenschilds ist das Wappen des Ritterordens von Santiago zu erkennen. In der Mitte der vier Wappenfelder verbindet eine Blüte die vier Teile.
Das Wappen wird an den Seiten von gelben Pfeilern flankiert, die auf roten Basen sitzen und von grünen Groteskenkapitellen mit Fries abgeschlossen werden. Im Schaft des Pfeilers sind blaue Felder mit Blütenornament eingetieft. Die Pfeiler werden durch einen violetten Kielbogen/Eselsrücken* verbunden, der das Wappen überfängt. Auf den Pfeilerkapitellen sitzt jeweils ein Posaune blasender Putto.
Die oberste Zone wird durch die Spitze des Kielbogens in zwei Hälften geteilt. Links ist Hieronymus im Gehäuse zu sehen, während auf der rechten Seite Samson mit dem Löwen kämpft.
Markus Sittich von Hohenems (1533-95) war von 1561-89 Bischof von Konstanz, außerdem päpstlicher Legat* und Kardinal. Er war der zweite Sohn des aus dem Militäradel stammenden Wolf Dietrich von Ems und der Chiara de Mediginio und der Cousin von Carlo Borromeo (ital. Reformer in der Gegenreformation, seit 1610 heilig).
Buchpräsentation: „Amerikas langer Arm“ von Prof. Dr. Lothar Burchardt im Zunftsaal
Der Autor bedeutender Werke zur Regionalgeschichte, langjährige Prorektor der Universität und treue Ratgeber des Rosgartenmuseums, Prof. Dr. Lothar Burchardt, hat wieder ein publikumsnahes Buch geschrieben: Dieses Mal hat er sich mit der Frage beschäftigt, welchen Einfluss Amerika im Zweiten Weltkrieg auf Grönland, die größte Insel der Welt, hatte. Am Mittwochabend präsentierte er „Amerikas langer Arm – Grönlands militärische und wirtschaftliche Nutzung im Zweiten Weltkrieg“ im Zunftsaal des Rosgartenmuseum dem interessierten Publikum.
Lothar Burchardt
Amerikas langer Arm – Grönlands militärische und wirtschaftliche Nutzung im Zweiten Weltkrieg
Verlag Peter Lang
59,95€
Das Buch ist im Buchhandel erhältlich
Traumfabriken und Paläste – Das Kino in Konstanz (Thema des Monats im Januar)
Unsere Reihe „Thema des Monats“ startet mit dem Thema „Traumfabriken und Paläste – Das Kino in Konstanz“ ins neue Jahr.
Die Schließung des Scala an der Marktstätte sorgte 2016 für Wirbel. Aber seit der Erfindung des Films gab es in Konstanz schon einige Kinos, die allesamt nahezu spurlos verschwunden sind. Ihre Namen versprachen den Besuchern nicht nur Unterhaltung, sondern den Eintritt in eine glamouröse Welt. Der Historiker David Bruder informierte vor ausverkauftem Haus unterhaltsam über die Geschichte des Kinos in Konstanz.