Aktuelles

Konstanzer Kostbarkeiten: Maximilian Christoph von Rodt (1717–1800)


Unbekannter Künstler, Ende 18. Jh.

Als im Dezember 1775 ein neuer Fürstbischof gewählt wurde, geschah etwas für die Reichskirche ungewöhnliches: Der Bruder des eben verstorbenen Bischofs wurde gewählt. Maximilian Christoph von Rodt, war seit 1739 Domherr in Konstanz gewesen und hatte in Freiburg, Rom und Siena studiert. Ausschlaggebend für seine Wahl zum Bischof dürfte seine materielle Lage gewesen sein: Er war Alleinerbe seines sehr wohlhabenden Bruders Franz Konrad und damit der geeignete Kopf für das Bistum, dessen Schulden er teils tilgte. Vom modernen Geist der Aufklärung inspiriert ist das „Segensbuch“, das der neue Bischof 1781 herausgab. Das Handbuch schlägt neue Töne an: Höchst rationalistisch wird die natürliche Ursache von Krankheiten erklärt. Der Bischof bricht so mit dem Bild von der göttlichen Strafe. Auch sind es nicht Dämonen, sondern die schlechte Luft und verdorbenes Futter, die das Vieh krank machen. Bischof von Rodt starb 82-jährig, auf eigenen Wunsch wurde er nicht im Münster, sondern neben seinem Bruder in der Pfarrkirche von Meersburg beigesetzt.

Das Porträt zeigt den Fürstbischof im Hermelinumhang mit Beffchen. In der Hand ein rotes Büchlein, das als Hinweis auf das Segensbuch verstanden werden kann.

Sammlung Rosgartenmuseum


„Das Leben ist eine Leinwand“- Der Kunstclub!


Termine 2019

Einfach mal wieder kreativ sein? Mit Farbe und Pinsel neue Welten erfinden? Und nebenbei etwas über Kunstgeschichte und einzelne Techniken erfahren? Dann sind Sie bei uns genau richtig. Der „Kunstclub!“ ist eine Kooperation zwischen Rosgartenmuseum und der Kunstschule Konstanz und bietet an sechs Terminen eine Einführung in eine Kunsttechnik oder ein Thema an. Im Anschluss werden wir selbst kreativ und setzen dieses Thema oder diese Technik um. Vorkenntnisse sind nicht nötig, Neugier aber unbedingt!

Ort: Aktionsraum Rosgartenmuseum (2.OG)

20€/Person und Termin (inkl. Material)

Dauer: ca. 2 Stunden

Anmeldung erforderlich unter: ines.stadie@konstanz.de oder 07531/900-914

Termine:

01.Februar, 16 Uhr: „Monochrome Malerei“

15. März, 16 Uhr: „Wasser, Idylle, Bodensee – Wasser in der Kunst“

10. Mai, 16 Uhr: „Abstrakte Kunst“

05. Juli, 16 Uhr: „Aquarellmalerei“

13. September, 16 Uhr: „Zeichnen mit Kohle“

08. November, 16 Uhr: „Winter“

Die Flyer liegen an der Museumskasse und in der Kunstschule aus. Sie können sich den Flyer auch hier herunterladen.


Vögel füttern im Winter? Ein Informations – und Diskussionsabend mit Prof. Dr. Peter Berthold

Vor vollbesetztem Haus erzählte der bekannte Ornithologe Prof. Dr. Peter Berthold auf unterhaltsame Weise wie man richtig und artgerecht – das ganze Jahr über – die heimischen Vögel füttert. Ein genügend großes Futterhäuschen, gute Zutaten beim Meisenknödel und im Sommer fettreiches Futter, im Winter eher mal Körner – und schwupps, hat man große Freude an heimischen Singvögeln im eigenen Garten. Doch was tun, wenn die „Räuber“ wie Fuchs, Nachbar´s Katze oder die Krähe kommt? Des Professors launige Lösung: einen kleinen Zaun ums Futterhäuschen bauen, Solaranlage aufs Vogelhaus und schon kommt der Vogelfeind dank leichtem Stromschlag nicht mehr an die Vögel ran. Vielen lieben Dank, Herr Professor Berthold für den spannenden und impulsreichen Abend.


Konstanzer Kostbarkeiten: Abt Joseph Keller von Petershausen

Abt Joseph Keller von Petershausen (Amtszeit 1787–1802)

Unbekannter Künstler, Ende 18. Jh.

Als das Kloster Petershausen im Jahr 1802 säkularisiert wurde, lagen über 800 Jahre Geschichte hinter dieser bedeutenden Reichsabtei der Benediktiner. Ihr letzter Abt war Joseph Keller. In seiner Amtszeit war noch ein neues Ökonomiegebäude 12

fertiggestellt worden. Doch im Zuge der napoleonischen Übertragung von Klosterbesitz an weltliche Herrscher Süddeutschlands ging das Kloster in das Eigentum des badischen Herrscherhauses über. Zunächst bewohnten die Söhne des Großherzogs Karl Friedrich das Anwesen. Ab 1807 wurde es vom Großherzog selbst – wenn auch selten – genutzt. Ein Jahr später verstarb der letzte Abt des Klosters. Die prächtige romanische Klosterkirche wurde 1819 geschlossen und 1831 abgerissen.

Das Porträt zeigt Abt Keller im schwarzen Priestergewand als Halbfigur. Er trägt an einer goldenen Kette ein juwelengeschmücktes Kreuz, in den Händen hält er eine rot eingebundene Urkunde mit großem Siegel.

Sammlung Rosgartenmuseum

Das Bild ist noch bist 30. Dezember 2018 in der Sonderausstellung „Charakterköpfe“ zu sehen.


Schöne Weihnachten!

Wir wünschen unseren Besuchern schöne Weihnachtstage und ein gutes neues Jahr!