Aktuelles

Kunstclub!: Wasser, Idylle, Bodensee – Wasser in der Kunst

„Wasser“ war das Thema beim zweiten Kunstclub!-Termin im Rosgartenmuseum. Die Kunstwissenschaftlerin Anna Katharina Thaler führte ins Thema ein, unter der Anleitung von Luise Merle wurden die Teilnehmenden dann selbst kreativ. Welche Werke dabei entstanden sind, können Sie am 30. März ab 18 Uhr bei der „Kunstnacht Konstanz-Kreuzlingen 2019“ bewundern. Und natürlich auch selbst kreativ werden.

Der nächste Kunstclub! am 10. Mai beschäftigt sich mit der abstrakten Kunst.


Konstanzer Kostbarkeiten: Seestück beim Hörnle von Richard Liebermann

Seestück beim Hörnle

Mit 12 Jahren wurde das Talent des taubstummen Richard Liebermann (1900–1966) entdeckt und er konnte die Münchner Kunstakademie besuchen. Den Schwerpunkt seines Schaffens bildeten Landschaftsgemälde, Stillleben aber auch Portraits. Mit der Machtergreifung der Nazis wurde sein künstlerisches Arbeiten unterbunden. 1935 zieht die Familie nach Konstanz, die Heimatstadt der Mutter. Nach der Sprengung der Konstanzer Synagoge 1938 wurde der Maler nach Dachau verschleppt. Im Winter kehrte Liebermann zurück, bis er 1940 nach Gurs deportiert wurde. 1943 flüchtete er von dort in das Kloster St. Rambert, wo er den Krieg überlebte.

Obwohl der Großteil seines Werks von den Nazis zerstört wurde, konnte Liebermann Fotografien einiger Arbeiten sichern, die er in einem Lederetui stets bei sich trug. Darunter findet sich eine schwarz-weiß Fotografie eines Ölbildes von 1930, das eine Ufer-Landschaft zeigt. Das Bild gilt als verschollen, doch befindet sich in der Sammlung des Rosgartenmuseums ein ganz ähnliches Gemälde Liebermanns. Das „Seestück am Hörnle“ von 1932 zeigt den Blick auf das mit Pappeln bewachsene Hörnle-Ufer bei niedrigem Wasserstand, im Hintergrund zeichnet sich das Schweizer Ufer ab. Diese und weitere zauberhafte Ansichten des Bodensees sind anlässlich der Kunstnacht am 30. März im „Kunstsalon“ des Rosgartenmuseums zu sehen.


Thema des Monats: Der japanisierende Farbholzschnitt als Kunstform des Jugendstils

Am Mittwoch, 13. März hieß es wieder einmal „Thema des Monats“ im Zunftsaal des Rosgartenmuseums. Der geschätzte Museumskollege und Direktor des Historischen und Völkerkunde-Museums St. Gallen, Dr. Daniel Studer, hielt nicht nur einen spannenden Vortrag zur Entwicklung der Kunstform des japaniserenden Farbholzschnitts und stellte die Künstler*innen vor, sondern hatte uns auch zauberhafte Originale der St. Galler Künstlerin Martha Cunz mitgebracht. Ein spannendes Erlebnis, die Druckstöcke und die zugehörigen Blätter zu sehen! Wir bedanken uns für den tollen Abend!


Hinter den Kulissen: Unser Depot nimmt Gestalt an

Nachdem kräftig gewerkelt und gebaut wurde, kilometerweise Kabel und Rohre verlegt wurden, können nur nach und nach unsere Schätze in ihr neues Zuhause umziehen! Unser Technischer Dienst und unsere Restauratorin packen ein, fahren Objekte ins neue Depot, packen wieder aus und räumen ein. Ein paar Impressionen gibt´s heute.


Konstanzer Kostbarkeiten: Karl Gottfried Laux (1879–1924)

Hans Breinlinger (1888–1963), 1912

Humorvoll, Vater dreier Töchter, talentierter Turner, Sänger und poetischer Dichter: Der Konstanzer Kreisamtmann Karl Laux war beliebt und geachtet. Als jüngstes von elf Kindern in Sinsheim geboren, gewann er bereits zu Schulzeiten Preise als Turner. Nach Konstanz kam Laux 1899 durch seine Stelle bei der Kreisverwaltung. Er prägte das Vereinsleben der Stadt, organisierte Turnfeste, schrieb Gedichte, die an Sängerabenden vorgetragen wurden und war aktives Mitglied der evangelischen Kirchengemeinde. Mit nur 44 Jahren starb Karl Laux 1924 an den Folgen eines Schlaganfalls. Das Porträt zeigt ihn noch vor seinem Einsatz an der Westfront im Ersten Weltkrieg.

Sammlung Rosgartenmuseum