Aktuelles
Konstanzer Museumsfest mit „revolutionärer“ Gourmetküche
Passend zur historischen Ausstellung des Rosgartenmuseums über die badische Revolution von 1848/49 stellen die Museen das diesjährige „Konstanzer Museumsfest“ am 15. Juli unter das Motto „Revolutionäres vom See“. Die damaligen Aufständischen um Friedrich Hecker, Franz Sigel und Gustav Struve hatten keine kulinarischen Höhenflüge im Kopf. Für sie ging es um gerechtere Steuern, mehr Freiheiten und darum, das eigene Schwein im Stall nicht an den Grundherren abgeben zu müssen. Doch auch auf dem berühmten revolutionären „Heckerzug“ spielte die gute Verpflegung in den Dorfwirtschaften auf dem Weg Richtung Karlsruhe eine große Rolle, wie man in den Erinnerungen der mutigen Demokraten der Zeit nachlesen kann.
In Erinnerung an diese Freiheitskämpfer lassen sich die deutsch-schweizerischen Gourmetköche des schon traditionellen Konstanzer Museumsfestes von der Küche des 19. Jahrhunderts inspirieren. Der „Adler“ in Wahlwies, wo Jürgen und Sandra Veeser die feine badische Küche pflegen, war 1848 ein Schauplatz der Revolution. Sandra Veesers Vorfahr Sebastian Kramer kämpfte damals mit. In diesem Geiste werden Spanferkelbraten oder das „Badische Vitello Tonnato“ von Hubert Neidhart („Grüner Baum“) aus Moos ebenso Anklang finden, wie Markus Henslers „Tafelspitzsülze mit Bregele“ aus dem „Wallgut“ oder Peter Günters „Gapacho mit Iberico-Schinken“ vom Kreuzlinger „Seegarten“. Manfred Hölzl lässt sich kühle Desserts „mit Schuss“ einfallen und Maurizio Canestrini vom „Pinocchio“ kredenzt einen phantasievollen „Risotto“. Verstärkt wird das Köche-Team durch weitere deutsche und schweizerische Kollegen, auch vegan (!), die mit dem Museumsfest immer wieder schmackhaft auf die regionale und nachhaltige Bodenseeküche aufmerksam machen.
Die Köche richten ihre Gartenwirtschaft im romantischen Innenhof des Rosgartenmuseums ein. Ab 11 Uhr wird bewirtet, ab 10 Uhr ist der Ausschank geöffnet. Vor dem Museum und auch vor der Wessenberg-Galerie (9 -17 Uhr) werden zwei reich bestückte Museumsflohmärkte angeboten. In der Sonderausstellung „Jetzt machen wir Republik“ im Kulturzentrum am Münster, wie auch in der Wessenberg-Galerie, im Hus-Haus und im Bodensee-Naturmuseum können Gäste an kostenlosen Kurzführungen teilnehmen. Es laufen aktuelle Dokumentarfilme, es gibt kreative Ateliers mit Aktionen und die Museumsshops haben geöffnet. Am gesamten 15. Juli sind alle Angebote kostenlos, nur für die „revolutionär“ guten Speisen und Getränke muss ein Obolus entrichtet werden.
Ausstellungsaufbau, Teil 2
Ab Mittwoch, 17. Mai 2023 ist die Sonderausstellung „Jetzt machen wir Republik!“ im Richentalsaal im Kulturzentrum am Münster zu sehen. In diesem ersten Trailer geben wir einen Einblick in den Aufbau der Ausstellung.
Die Sonderausstellung „Jetzt machen wir Republik! – Die Revolution von 1848/49 in Baden“ ist bis 07. Januar 2024 im Kulturzentrum am Münster zu sehen.
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Ausstellungsaufbau, Teil 1
Ab Mittwoch, 17. Mai 2023 ist die Sonderausstellung „Jetzt machen wir Republik!“ im Richentalsaal im Kulturzentrum am Münster zu sehen. In diesem ersten Trailer geben wir einen Einblick in den Aufbau der Ausstellung.
Die Sonderausstellung „Jetzt machen wir Republik! – Die Revolution von 1848/49 in Baden“ ist bis 07. Januar 2024 im Kulturzentrum am Münster zu sehen. Alle Informationen gibt es hier: https://www.rosgartenmuseum.de/ausste…
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Der Heckerzug am 13. April 2023 – „Jetzt machen wir REpublik“
Zum 175. Jahrestag des Freischarenzuges von Friedrich Hecker erinnerte die Heckergruppe Klettgau-Riedern an das Ereignis.
Dies war der Auftakt unserer Sonderausstellung „Jetzt machen wir Republik! – Die Revolution von 1848/49 in Baden“. Die Ausstellung ist bis 07. Januar 2024 im Kulturzentrum am Münster zu sehen. Alle Informationen gibt es hier: https://www.rosgartenmuseum.de/ausste…
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Der gestürzte „Führer“
Wie umgehen mit der Geschichte? Nach 1945 wurde auch in vielen Konstanzer Familien über die eigene Rolle und Haltung während des Nazi-Regimes der Mantel des Schweigens gelegt. Die Aufarbeitung hält bis heute an: Einem Presseaufruf anlässlich der neuen Dauerausstellung folgte eine Vielzahl Bilder, Briefe und Objekte, die sich noch in Konstanzer Schränken, Kellern und Dachböden erhalten hatten. Unter ihnen die im April 1945 eilig in einer Konstanzer Behörde heruntergeschlagene Hitlerbüste, die später in einem Konstanzer Haushalt sorgfältig wieder zusammengesetzt wurde.
Mit der neuen Dauerausstellung „Konstanz im Nationalsozialismus 1933-1945“, erinnert das Rosgartenmuseum daran, dass es ein Vergessen nie geben darf.